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Bundesverband Erneuerbare Energie kritisiert Arbeitsplatzstudie des Bremer Energie Institutes
(25. Februar 2004) - Als "handwerklich miserabel und in sich widersprüchlich" weist der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) das Arbeitsplatzgutachten des Bremer Energie Institutes zurück. Das Institut behauptet, die Förderung erneuerbarer Energien gefährde mehr Arbeitsplätze als durch sie geschaffen würden.
"Im ersten Teil des Gutachtens wird behauptet, die Jobzahlen insbesondere in der Windindustrie seien geringer als von der Branche behauptet. Im zweiten Teil rechnen die Gutachter aber mit Zahlen, die noch über den Angaben des Bundesverbandes Windenergie liegen", sagt BEE-Sprecher Milan Nitzschke. Der Windverband hatte in der vergangenen Woche aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in der deutschen Windenergie-Industrie gegenwärtig 45.400 Menschen beschäftigt. Die gesamte erneuerbaren Energiebranche bietet über 130.000 Jobs.
In ihrer Studie kommt das Bremer Energie Institut ebenfalls zu dem Ergebnis, die Kosten für erneuerbare Energien würden die Volkswirtschaft so stark belasten, dass an anderer Stelle mehr Arbeitsplätze verloren gingen. Dazu erklärt der BEE: "Damit die Gutachter zu dieser Behauptung kommen konnten, haben sie den Wert des Stromes aus erneuerbaren Energien künstlich klein gerechnet." So werde Windstrom vom Bremer Energie Institut nur mit einem Eurocent je Kilowattstunde bewertet, während der Strommarktpreis gegenwärtig bei über drei Eurocents liegt.
"Mit dieser Rechnung isoliert sich das Bremer Institut von allen renommierten Instituten in Deutschland", meint Nitzschke. "Hätten die Gutachter beispielsweise mit dem Strompreis an der Leipziger Strombörse gerechnet, wären sie sofort zu positiven Beschäftigungseffekten gekommen - das wird im Gutachten sogar explizit eingeräumt. Damit sind die Schlussfolgerungen im Gutachtentext schlicht hinfällig." Die Lancierung eines solchen Gutachtens zu einem Zeitpunkt, zu dem in Berlin die Beratungen zu wichtigen Energiegesetzen laufen, sei der hilflose Versuch, die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien klein zu reden.


