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Hermann Scheer: "Zehn Hindernisse, die es auf dem Weg in eine erneuerbare Zukunft zu überwinden gilt"
- Die Konsensfalle überwinden: Der schwächere Spieler ist der Verlierer, mit ihm gibt es keinen Konsens. Bei allen strukturellen Änderungen gibt es Verlierer und Gewinner.
- Die Erneuerbaren darf man nicht den konventionellen Energieunternehmen überlassen. Denn die haben daran kein Interesse.
- Die Subventionslüge überwinden: Das konventionelle Energiesystem wird mit jährlich 500 Milliarden Dollar subventioniert. Hinzu kommen jährliche 250 Milliarden an Steuervergünstigungen für den Luft- und Schiffsverkehr. Gemessen daran werden die Erneuerbaren auch heute noch benachteiligt.
- Überwinden der Auffassung, dass Erneuerbare eine Belastung darstellen. Fossile Energieträger haben keine Zukunftschance.
- Überwinden des Minderwertigkeitskomplexes der Branche der Erneuerbaren. Sie benehmen sich heute noch wie geduldete Bettler. Dabei handelt es sich um leistungsfähig Firmen, in deren Händen die Zukunft liegt.
- Überwinden des Denkens in den Kyoto-Schranken. Das Kyoto-Protokoll zielt auf eine Verminderung von fünf Prozent bis 2015. Aus Gründen des Klimaschutzes sind jedoch 60 Prozent erforderlich.
- Überwinden der Schranken der internationalen Organisationen.
- Vergleiche von Energiesystemen müssen umfassend sein. Der Vergleich von Investitionskosten ist zu oberflächlich. Man muss die Gesamtsystem vergleichen.
- Die Geschwindigkeitslüge überwinden. Um ein Atomkraftwerk zu bauen, braucht man zehn Jahre. Für eine Windkraftanlage braucht man eine Woche, für ein PV-Anlage nur Stunden. Durch ihre Modularität lassen sich Erneuerbare schnell errichten.
- Neue Allianzen suchen und finden: Es gibt eine immer größer werdende Gruppe von Gewinnern durch Erneuerbare. Die Windkrafbranche ist bereits heute der zweitgrößte Stahlverbraucher im Land.
Nur wenn die Umstellung auf Erneuerbare rechtzeitig geschieht, kann verhindert werden, dass das fossile System einen Schatten auf uns alle wirft.


