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Windmüller klagen gegen E.on
(3. Juli 2006) Mehrere Windparkbetreiber in Schleswig-Holstein haben beim Landgericht Itzehoe Schadenersatzklagen gegen den Stromnetzbetreiber E.ON Netz eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, den ungeliebten Windstrom unter dem Vorwand technischer Probleme zu blockieren.
Im vergangenen Jahr seien die Windräder an etwa 40 windreichen Tagen für mehrere Stunden vom Netz genommen worden und dieses Jahr bewege man sich auf einen Ausfall von 15% hin, so der Bundesverband Windenergie (BWE). Das habe gravierende Folgen für die wirtschaftliche Grundlage von Windparks. E.ON Netz sieht möglichen Entschädigungsklagen gelassen entgegen. Die Abschaltung sei nötig, um die Leitungen bei einer Überproduktion an Windstrom vor Überhitzung zu schützen. Durch das Erzeugungsmanagement, also die Drosselung der Einspeisung bei Starkwind und voller Auslastung des Netzes, sichere man die Stabilität des Netzbetriebs bei maximaler Auslastung. Dadurch habe E.ON Netz den zusätzlichen Anschluss von mehr als 1000 MW Windstrom ans Netz ermöglicht.



