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Windstudie umstritten
(23. Januar 2005) - Die Studie "Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis 2020" der Deutschen Energie Agentur GmbH (dena), Berlin, sollte ursprünglich gestern veröffentlicht werden, allerdings konnten sich Vertreter der Windbranche und der Netzbetreiber trotz langer Diskussion nicht auf eine Deutung der Ergebnisse einigen.
Die Studie sei aber nicht gescheitert, so die dena, die Präsentation werde aber auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Studie, 2003 von der dena in Auftrag gegeben und von einem Konsortium des Deutschen Windenergie Instituts, E.ON Netz, des Energiewirtschaftlichen Instituts der Uni Köln, RWE Transportnetz Strom und Vattenfall Europe Transmission erstellt, wurde in ihren Zwischen- und Endergebnisse von externen Gutachtern auf Plausibilität überprüft. Sie soll als Grundlage für eine langfristige energiewirtschaftliche Planung dienen.
Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, bedauert die Weigerung der Windenergiebranche, die Ergebnisse zu akzeptieren und den Abschlussbericht anzunehmen. Die Windbranche wolle insbesondere die Bewertung der nachteiligen Auswirkungen des Windkraftzubaus auf die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa sowie die Mehrkosten nicht akzeptieren.
Der Bundesverband Windenergie und der Anlagenverband VDMA interpretieren die Ergebnisse gänzlich anders: Die Studie zeige, dass mehr Windenergie machbar sei und sich zu akzeptablen Kosten ins Stromnetz einspeisen lasse. Die Versorgung werde nicht gefährdet, auch die großen Netzbetreiber gingen nicht davon aus, dass ein durch Windenergie erzeugter Spannungsabfall zu Aussetzern in der Stromerzeugung führen könne. Auch sei kein Aus- oder Neubau von konventionellen Kraftwerken zur Sicherung von Regel- und Reserveenergie notwendig.



