Flächenpotenzial für Solarenergie fast dreimal so hoch wie noch vor 10 Jahren
(1. Mai 2005) - Ecofys Projektleiterin Dr. Dagmar Everding präsentierte die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Leitbilder und Potenziale eines solaren Städtebaus" am 14. und 15. April auf dem wissenschaftlichen Kolloquium "Zukunftsfähigkeit städtischer Infrastruktur" in Darmstadt. An dem Projekt wirkten die RWTH Aachen und die FH Köln mit.
Solarurbanes Potenzial ist höher als erwartet
Laut Forschungsergebnis sind unter städtebaulichen Gesichtspunkten vor allem Siedlungen des Sozialen Wohnungsbaus der 50er bis 70er Jahre sowie die Plattenbausiedlungen in den neuen Bundesländern zur Installation von Solaranlagen geeignet. Insgesamt wurde ein Flächenpotenzial für aktive Solartechnik von 2.344 Mio. Quadratmetern ermittelt. Damit ist das Flächenpotenzial fast dreimal so hoch wie noch vor 10 Jahren ermittelt," berichtet Everding und fährt begeistert fort: "Dieses enorme Potenzial würde für eine Kraftwerks-Dauerleistung von 40 Gigawatt reichen. Das ist fast die Hälfte der heute installierten Leistung."
Solare Sanierungsmodelle für 20 Stadtraumtypen
Ein weiteres Forschungsergebnis ist die Typologie von 20 Stadtraumtypen mit unterschiedlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie. "Die Stadtraumtypologie erfasst den gesamten Gebäudebestand der Bundesrepublik, für jeden einzelnen Stadtraumtyp wurden solare Sanierungsmodelle entwickelt. Im Fokus stand dabei vor allem die Einhaltung des Klimaschutzzieles von maximal 15 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Nutzfläche", erläutert die Ecofys-Architektin und Planerin Dr. Dagmar Everding. Unter dem Titel "Solarer Städtebau - vom Pilotprojekt zum planerischen Leitbild" werden in Kürze sämtliche Forschungsergebnisse in einem Fachbuch beim Kohlhammer-Verlag erscheinen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht bereits als Download auf der Ecofys-Website zur Verfügung.
Quelle: www.oekonews.at