News zum Thema Sonnenstrom

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Aktueller Preissturz bei PV-Modulen

(12. Januar 2017) Innerhalb der letzten drei Monate sind die Preise für Solarmodule um rund ein Viertel gesunken: auf nur noch rund 46 Cent pro Wattpeak. Das schreibt die Fachzeitschrift Photon. Das aktuelle Überangebot macht den PV-Markt wieder zu einem Käufermarkt.

Ursache ist ein Markteinbruch in China und hohe Überkapazitäten bei den Modulherstellern. Eine Komplettanlage mit einer Leistung von einem kWp ist also bald schon für 1.000 Euro (netto) zu haben. Freilandanlagen haben bereits Baukosten von 600 Euro/kWp, eine kleine Anlage liegt einschließlich Zubehör derzeit noch bei 1.200 Euro/kWp. Durch Eigenverbrauch erhöht sich die Rendite, weil die Vergütungen für die Einspeisung weit unter dem Strombezugspreis aus dem öffentlichen Netz liegen.

Anne Kreutzmann, Photon-Chefredakteurin, erzählt von einem Gespräch im Hotelfahrstuhl, das sie mit einem Frankfurter Hotelier führte. Er war davon überzeugt, dass sich PV-Anlagen nicht mehr lohnen. Dabei hatte er eine eigene Dachfläche von 400 Quadratmeter und könnte einen Großteil des Stroms im eigenen Hotel verbrauchen, ohne komplizierte Verträge. Das Bauchgefühl „das lohnt sich nicht“ ist spätestens mit diesem Preisrutsch deutlich überholt. In Deutschland sind mindestens 80 Prozent aller privaten Häuser noch ohne Solaranlage.

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Solaranlagen: Hochrentable Ladenhüter

Ein hoch wirtschaftliches, hoch angesehenes Technologieprodukt lässt sich nicht verkaufen. Der Vergleich zwischen den Solarmärkten in den USA und in Deutschland deckt die Schwachstellen auf. PV-Anlagen rechnen sich sehr gut.

(10. Januar 2017) In den USA gab es im Unterschied zu Deutschland zwar keine als Staatsdoktrin verordnete und dann doch verratene Energiewende. Dennoch findet die Energiewende dort in vielen Bundesstaaten einfach statt. In Kalifornien wird es noch im Jahr 2016 mehr als eine Million PV-Anlagen geben, bei nur 39 Millionen Einwohnern. In Kalifornien werden derzeit je Einwohner mehr als zwölfmal mehr PV-Anlagen installiert, als in Deutschland. Schlimmer noch: In Deutschland wird derzeit vielerorts die Dezentralität nicht weiter gestaltet, sondern ausgebremst und zurückgedreht. Das ist in den USA völlig anders.

PV und Solarthermie in Deutschland

Bei Privatanlagen ist die Solarthermie wesentlich erfolgreicher als die Photovoltaik. Ende 2015 waren in Deutschland etwa 2 Millionen Solarthermieanlagen und etwa 1,5 Millionen Solarstromanlagen in Betrieb. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland mehr als doppelt so viele solarthermische Anlagen in Betrieb genommen, wie PV-Anlagen. Eine Erklärung dafür liefert Karl-Heinz Remmers von Agora Energiewende in einem Aufsatz: „Die Solarthermie wurde zu keinem Zeitpunkt derart massiv angegriffen wie die Photovoltaik. Diese Negativkampagne gegen das EEG und damit gegen die darin geförderten Zukunftstechniken dürfte weltweit einzigartig sein. Aber: Seit dem Spitzenjahr 2008 mit 210.000 neuen PV-Anlagen haben sich die Absatzzahlen halbiert. Auch in der Thermie gab es etliche Insolvenzen. Die Unternehmen beklagen die kleinen Förderbeiträge und das inkonsequente Wärme-EEG.“ (ET, Heft 10/2016, Seiten 98 ff.)

Einbruch bei PV

PV-Anlagen im Dachsegment sind laut Remmers ein Misserfolg. Nie wurden hier mehr Anlagen verkauft als in der Solarthermie. Bereits 2013 waren es nur halb so viele. 2015 kamen auf jede verkaufte PV-Anlage drei Solarthermieanlagen. 2015 wurden nur noch 275 MWp neu installiert. Das entspricht 0,05 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. In diesem Tempo können die staatlich verkündeten Ausbauziele keinesfalls erreicht werden.

Förderung in den USA

Solaranlagen werden in den USA bundesweit mit einer Steuerrückerstattung von 30 Prozent gefördert. Regional gibt es Kaufzuschüsse oder Net-Metering, also einen rückwärtslaufenden Zähler, der Einspeisung und Verbrauch direkt verrechnet und praktisch eine Einspeisevergütung zum Strombezugstarif darstellt. Obwohl in den USA PV-Anlagen doppelt so teuer sind, machen die höhere Sonneneinstrahlung und stark vereinfachte Meldeprozesse die Solartechnik attraktiv. Es gibt in Kalifornien von Seiten der Energieversorger auch keine Kampagnen gegen die Solarenergie. Der Vertrieb der Anlagen läuft in den USA weniger über Elektriker oder Heizungsbauer, sondern über große spezialisierte Firmen wie SolarCity (von Tesla-Gründer Elon Musk), Sunrun oder Vivent. Solarcity hat im ersten Quartal 2016 Anlagen mit einer Leistung von 214 MWp verkauft. Anders als derzeit in Deutschland gelten Elektromobilität und Solartechnik in den USA weithin als Gewinnerthema.

Solarvertrieb in Deutschland

In Deutschland gibt es keine Unternehmen in der Größenordnung von SolarCity oder Sunrun. Die meisten klassischen Handwerksbetriebe, Remmers schätzt 80 Prozent, tun sich mit dem Verkauf moderner und aufwendiger Haustechnik schwer. Die zusätzlichen damit verbundenen Absatzchancen werden nicht gesehen. Und es gibt Krach vor Ort: nämlich zwischen den Stadtwerken und dem örtlichen Handwerk. Die vollintegrierten Vertriebs- und Handwerksketten werden, so Remmers, auch in Deutschland kommen. Startups wie thermondo oder beegy sind schon im Rennen.

Für Solarthermie gibt es in Deutschland Investitionszuschüsse, die im besten Fall 30 Prozent der Kosten decken. Die Förderung verlief im Stop-and-Go-Rhythmus und wurde häufig geändert. Öl- und Gaswirtschaft und Heizungsindustrie verkaufen Solarthermie nur auf Nachfrage.

Für PV-Anlagen gibt es seit 2002 die leicht berechenbare und planbare EEG-Förderung. Seit drei Jahren ist der selbst erzeugte PV-Strom oft günstiger als der Stromkauf aus dem Netz. Damit kann man den Strom auch im Objekt wirtschaftlich nutzen. Die 2014 eingeführte EEG-Umlage auf eigenerzeugten Strom hat trotz einer Ausnahme für Kleinstanlagen bis zehn kWp schweren Schaden angerichtet.

Mit dem Ende des PV-Booms sind die meisten Strukturen zusammengebrochen. Viele Elektriker und Installateure kehrten der Technik den Rücken zu. Zahlreiche Unternehmen haben die Insolvenzwelle nicht überstanden, die durch die erste Fallbeilnovelle des EEG im Februar 2012 ausgelöst wurde.

Stadtwerke und Versorger haben PV meist nur als Marketingaktion im Angebot. Ernst gemeinte Kampagnen blieben oft im Clinch mit dem örtlichen Handwerk stecken. Trotz aller Anstrengungen von Herstellern und engagierten Energieverbrauchern zeigen die Zahlen, dass sich bei einer Blockade durch Politik und Energiewirtschaft kein Wachstum erzielen lässt.

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Frankreich

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Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.

Erzeugungsleistung der erneuerbaren Energien übersteigt erstmals Höchstlast der Stromnachfrage

(15. Januar 2016) Die erneuerbaren Energien haben erstmals 2014 eine höhere Erzeugungsleistung, als im Jahresmaximum an Leistung von allen Verbrauchern nachgefragt wird. Das ergibt aus dem aktuellen Monitoring-Bericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. Natürlich steht die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren nie zeitgleich zur Verfügung. Auch fällt die Jahreshöchstlast der Stromnachfrage von 82,8 GW (laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur 2015, Seite 77) in dunkle Winterwochenenden. Dafür gab es 2014 konventionelle Erzeugungsleistung von 105 GW in Bereitschaft, also fast ein Viertel mehr als zur Abdeckung der Höchstlast maximal gebraucht werden.

Im Jahr 2014 waren 85,3 GW Stromerzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien installiert, die auch vergütungsfähig nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind. Insgesamt lag die Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien bei 94 GW.

Der Monitoringbericht belegt, dass auch die hohe Versorgungsleistung aus erneuerbare Energien durchaus mit den konventionellen Kraftwerken gemeinsam einsetzbar sind, ohne dass die Sicherheit der Versorgung gefährdet wird. Es waren zwar umfangreiche zusätzliche Steuerungsmaßnahmen notwendig. Im Ergebnis mussten nur 1,2 Prozent der regenerativen Stromerzeugung zur Sicherung der Stabilität abgeregelt werden (Monitoring Bericht Seite 110).

Der Bund der Energieverbraucher e.V. fordert den weiteren zügigen Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Die mit dem EEG 2016 vorgesehenen Ausbaubremsen dürfen nicht beschlossen werden. Der Verbraucherverein schließt sich der diesbezüglichen Forderung zahlreicher Bundesländer an.

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Preisverfall: Photovoltaik von vorgestern

Nach aktuellen Preisen für PV-Systeme befragte Endkunden verschätzen sich. weiter lesen

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Reise-Bericht aus China

Der Blogger Kilian Ruefer berichtet aus China. weiter lesen

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PV knackt 40%-Marke

Erzielte der australische Wissenschaftler Martin Green weiter lesen

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PV-Anlage mit Einspargarantie

"BEEGY Solar" für private Eigenheimbesitzer weiter lesen

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PV-Anlagen bei Tchibo

Bundesweite Vertriebskooperation für PV-Komplettsystemen gestartet weiter lesen

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PV aus der Crowd

Private Solarinvestitionen über Crowdfunding werden beliebter. weiter lesen

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Eigenverbrauch wird zum Joker

In der Perspektive könnte der Eigenverbrauch zum Photovoltaik-Joker werden, vorausgesetzt die Preise gehen weiter nach unten und kostengünstige Speicherlösungen werden verfügbar. weiter lesen

Segment-ID: 15749
Umsatzeinbruch bei PV

Die Bundesregierung hat die PV-Branche mit großem Erfolg ausgebremst. weiter lesen

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Tragfähige Solarenergie

Mit einer Gesamtleistung von rund 38 GW kann die Solarenergie in Deutschland an sonnenreichen Tagen im Sommer bereits mehr als die Hälfte der Verbrauchsspitzen zur Mittagszeit decken. weiter lesen

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Solarstrom

Solarer Rekord im Oktober weiter lesen

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PV: Ost-West-Ausrichtung leistet mehr

Eine Ost-West-Anlage nutzt die zur Verfügung stehen Dachfläche optimal aus. weiter lesen

Segment-ID: 15305
EnBW sucht solare Crowd

Per Crowdfunding direkt über die Einführung eines neuen Produkts entscheiden. weiter lesen

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Der Solarmarkt bricht ein

Deutschland wird das Ausbauziel von PV-Anlagen in diesem Jahr nicht erreichen. weiter lesen

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Einspeisevergütung

Kaum noch rentabel weiter lesen

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