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Thermoelektrik: In Deutschland unterentwickelt
(4. Januar 2006) - Unterentwickelt ist die Forschung in Deutschland auf den Gebieten Thermophotovoltaik und Thermoelektrik. Darauf weist der Grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell hin.
Die thermoelektrische Stromerzeugung wandelt Sonnenstrahlung in Wärme um, zum Beispiel durch konzentrierende Spiegel oder besonders geformte Linsen (Fresnel-Linsen). Aus dem so erzeugten Wasserdampf wird in einer Turbine Strom erzeugt. Am bekanntesten sind die Parabol-Rinnenkollektoren in Kalifornien.
Auf gänzlich andere Weise erzeugt die Sonne Strom bei der Thermoelektrik (TE). Man nutzt dabei einen vom estnisch-deutschen Physiker Thomas Seebeck entdeckten und nach ihm benannten Effekt. Seebeck beobachtete, dass an den Enden einer Metallstange eine elektrische Spannung entsteht, wenn in ihr ein Temperaturgefälle herrscht. Werden beide Enden verbunden, fließt ein elektrischer Strom. 1821 nutzte Seebeck diesen Effekt erstmalig aus. Er ist auch bei hohen Umgebungstemperaturen nutzbar.
In Japan und Korea nutzt man bereits Thermoelektrizität, berichtet Dieter Planco aus Mühlheim. Seine Firma entwickelt und vermarktet thermoelektrisch betriebene Geräte.



