Kernkraft: Ein Drittel der Reststrommenge verbraucht
(14. April 2005) - Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Salzgitter, erzeugten die deutschen KKW vom Beginn 2000 bis Ende 2004 knapp 31% der im 2001 im Atomkonsens vereinbarten Gesamtstrommenge. Damit verfügt die deutsche Energiewirtschaft über eine Reststrommenge von rund 1829 Mrd. der ursprünglichen 2623 Mrd. kWh. 2004 erzeugten die KKW mit 158 Mrd. kWh rund 6 Mrd. kWh mehr als 2003. In der Praxis können sich die verbleibenden Betriebszeiten der KKW durch ungeplante Stillstände, Verfügbarkeitseinschränkungen oder Stromübertragungen noch ändern.
Vermutlich im Mai wird das KKW Obrigheim nach Stade als zweites KKW im Rahmen des Atomausstiegs abgeschaltet. Die Aussage des Betreibers EnBW, das Kraftwerk werde seit 36 Jahren emissionsfrei betrieben, treffe nicht zu, so das BfS. Wie jedes KKW leite Obrigheim auch im Normalbetrieb radioaktive Stoffe über Luft und Wasser in die Umwelt ab.