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Enron-Chefs schuldig
(29. Mai 2006) Im Enron-Prozess sind die früheren Unternehmenschefs Kenneth Lay und Jeffrey Skilling des Betrugs und der Verschwörung schuldig gesprochen worden. Beide hätten die prekäre Finanzlage des Unternehmens mit Bilanztricks und dubiosen Transaktionen verschleiert. Ihnen droht nun eine lebenslange Haft. Über das Strafmaß wird am 11. September entschieden. Im Prozess hatten die beiden die Bilanztricksereien dem früheren Finanzdirektor Andrew Fastow zugesprochen.
Kurz vor der Pleite im Dezember 2001 war ans Licht gekommen, dass der Konzern 40 Mrd Dollar Schulden verschleiert hatte. Durch den Bankrott verloren tausende Beschäftigte ihren Job und viele ihre in Enron-Aktien angelegte Altersversorgung. Hinzu kamen Schäden für Börsenanleger in Milliardenhöhe. Es handelt sich um den zweitgrößten Konkurs der US-Geschichte.
Als Konsequenz verschärfte der Kongress im Juli 2002 die Regeln für die Buchhaltung und die Strafen. Seither haften Konzernchefs und Finanzvorstände persönlich für die Korrektheit der Jahresabschlüsse. Das Urteil sende eine klare Botschaft an alle Manager und Aktiengesellschaften, dass Wirtschaftskorruption nicht toleriert werde, so die US-Regierung in Washington.


