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Dänemark: Unternehmens-Bewertung für Verbraucher

Das Danish Consumer Information Centre (DCIC) hat die soziale Verantwortungsübernahme von Unternehmen in einer "Scorecard" als "Corporate Social Responsibility" bewertet und veröffentlicht. Das Verfahren soll auch auf Österreich und Deutschland übertragen werden.

(30. Dezember 2003)

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Verantwortungsvoller Konsum ermöglicht global gerechten Ressourcenverbrauch.
Thesen der norwegischen Soziologin Anne Kristine Haugestad

"Die Welt wird von Verbrauchern geformt!"

Das Modell veranschaulicht die Beziehung zwischen Kaufkraft und Ressourcenverbrauch. Durch bewusste Kaufentscheidungen können Verbraucher weitreichenden Einfluss auf die Umstrukturierung der Produktionssphäre hin zu einer ressourcenschonenden und global gerechten Produktion nehmen. Das Kriterium globaler Gerechtigkeit muss zum Entscheidungskriterium für Verbraucher werden.

Wir stellen die Arbeit der norwegischen Soziologin Anne Kristine Haugestad vor. Sie hat eine Theorie des gerechten Verteilens entwickelt.

Menschen haben eine Neigung zu verantwortungsvollem Handeln, wenn man ihnen den Weg dorthin weist. Und wenn sie erkennen, dass ihr Handeln positive und allgemein anerkannte globale Konsequenzen hat.
Die Theorie sieht Verhalten als Ausdruck einer im Gespräch sich entwickelnden "Wahrheit" und Identität. Die Theorie eignet sich zur Entwicklung politischer Strategien, um Menschen zu einem verantwortungsvollen Verbrauch hinzuführen.

Anne Haugestad geht von folgender These aus: Durch eine drastische Änderung des Produktionsmusters kann bei nur geringer Änderung der Verbrauchsgewohnheiten der europäische Lebensstandard beibehalten werden bei gleichzeitigem weltweit gerechten Ressourcenverbrauch.

Einige Hersteller sind bereit, ihre Produktion an einer weltweit gerechten Ressourceninanspruchnahme zu orientieren, andere dagegen nicht. Verantwortungsvoller Konsum bedeutet bewusste Kaufentscheidungen zugunsten von verantwortungsvollen Herstellern.

Sind Verbraucher zu solch bewusstem Konsum bereit?

Voraussetzung dafür ist, dass sie sich der Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst werden. Und dass sich im Gespräch die "Wahrheit" eines solchen Verhaltens entwickeln und als Handlungsmaxime festigen lässt.

Anne Haugestad hat Mechanismen identifiziert, die Verbraucherverhalten prägen: Bequemlichkeit, Preis, Umweltbewusstsein, globale Verantwortlichkeit, Konformität, Nichtkonformität, Auffälligkeit, Unauffälligkeit. Diese Mechanismen werden durch Interviews mit Verbrauchern untersucht und beschrieben. Ziel ist eine Hinführung zu den Normen eines verantwortungsbewussten Verbrauchs.

Ein cleverer norwegischer Verbraucher maximiert die Menge und Qualität der gekauften Güter. Diese Norm steht einem verantwortungsvollen Konsum nicht unbedingt im Weg, wenn der Ressourcenverbrauch auch als Güterqualität begriffen wird, wenn ressourcenschonende Alternativgüter verfügbar sind und wenn deren eventuell höherer Preis durch den Vorteil global verantwortlichen Handelns mehr als ausgeglichen wird.
Um diesen Zusammenhang zu verdeutlichen, eignet sich das Schachtel-Modell.

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Das Schachtel-Modell verdeutlich, wie ein umweltbewusster Verbrauch aussehen muss

Die normalen Verbraucher-Entscheidungen sind deshalb nicht nachhaltig, weil es an Informationen mangelt, wegen materialistischer Wertesysteme, wegen bestehender Güterversorgungssysteme und aufgrund des Gefühls, dass die eigenen Entscheidungen keinen Einfluss haben.

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Geben die ökologischen Grenzen der Menschheit die Chance, über Gerechtigkeit neu nachzudenken?

Die ökologischen Grenzen geben der Menschheit die Chance, über Gerechtigkeit neu nachzudenken.
So sieht Anne Haugestad die ökologische Herausforderung als in die Zukunft weisendes Geschenk.

eMail Anne Kristine Haugestad: akhauges@online.no



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