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IEA-Energieprognose
"I think in total the outlook is much too high for production and it's unrealistic for the world to be expecting such high numbers from all of the producers, including Saudi Arabia"
Sadad AL-Husseini im "Channel 4 News -special report 26 Oct 2004".
(Die Sendung befasst sich damit, dass die Hoffnungen des Westens auf den zukünftigen Produktionsmöglichkeiten Saudi Arabiens beruhen, diese aber in gefährlicher Weise überschätzt werden. Sadad Al-Husseini, war bis zu seiner kürzlichen Pensionierung zuständig für Exploration im Board von Saudi Aramco)
(4. November 2004) - Vor einem dramatisch ansteigenden Energieverbrauch und einer immer größeren Abhängigkeit von den Ölproduzenten hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) gewarnt. Die weltweiten Energieressourcen seien zwar mehr als ausreichend, um die Nachfrage bis 2030 und darüber hinaus zu decken und es gebe mehr als genug Finanzmittel für den Ausbau und die Modernisierung der Energieinfrastruktur, so die Internationale Energie-Agentur (IEA) in ihrem "Weltenergieausblick 2004" (World Energy Outlook 2004).
Negativ seien die ausufernden Ölpreise, die zunehmende Störanfälligkeit der Energieversorgungsrouten und die weiter steigenden CO2-Emissionen. Stabile Energiepolitiken unterstellt, steige der weltweite Energiebedarf von heute bis 2030 um 59%. Fossile Energieträger würden 85% des Zuwachses ausmachen. Zwei Drittel des Zusatzbedarfs gingen von Entwicklungsländern, insbesondere China und Indien aus.
Erdöl werde jährlich um 1,6% zulegen. Der weltweite Erdgasverbrauch wachse durchschnittlich 2,3% jährlich und würde sich bis 2030 verdoppeln, vorwiegend wegen höherer Nachfrage der Kraftwerke. Innerhalb der nächsten zehn Jahre werde der weltweite Erdgas- den Kohleverbrauch übertreffen. Die jährliche Zuwachsrate bei Kohle liege bei 1,5%. 2030 werde ein Fünftel des weltweiten Energiebedarfs mit Kohle gedeckt, am stärksten lege der Kohleverbrauch in China und Indien zu.
Die Kernenergiekapazität werde leicht steigen. Dazu komme eine Verdreifachung bei den erneuerbaren Energien, deren Anteil an der Weltstromproduktion 2030 bei 6% liege. Die CO2-Emissionen würden um 60% steigen. Im alternativen Politikszenario der IEA liegt der globale Primärenergieverbrauch um 10% und die CO2-Emissionen um 16% niedriger als im Referenzszenario.
Über die Hälfte des Emissionsrückgangs würden durch einen rationelleren Energieeinsatz in Fahrzeugen, Elektrogeräten, Beleuchtung und industriellen Anlagen erzielt, der Rest per Umstellung im Energiemix der Stromerzeugung zugunsten Erneuerbarer und Kernkraft. Aber auch dann wären die Energieimporte und die Emissionen 2030 noch immer höher als heute.
Hier finden Sie weitere Informationen zum World Energy Outlook 2004 sowie das Inhaltsverzeichnis, Pressemitteilungen und eine Zusammenfassung. Die Zusammenfassung können Sie auch gleich hier herunterladen:


