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Prognose von EWI/Prognos für 2030: Strom gibt Gas

(2. Juni 2005) Nach einer Energieprognose des Energiewirtschaftlichen Instituts der Uni Köln (EWI) und der Baseler Prognos AG im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums setzt sich die Entkopplung von Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch fort.

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland gehe von 2002 bis 2030 um 15% zurück, so die Studie, weltweit werde er aber ohne Gegenmaßnahmen um 60% steigen. Zwei Drittel des Zuwachses entfielen dabei auf die Entwicklungsländer.

In Deutschland würden die privaten Haushalte bis 2030 rund 14% weniger Energie verbrauchen als 2002. Der Endenergieverbrauch der Industrie verringere sich bis 2030 um 7%.

Die Stromerzeugung in Deutschland wird sich nach der Studie verstärkt auf Erdgas stützen. Den gültigen Kernkraftausstieg bis 2020 unterstellt, erfolgten 2030 rund 33% der Bruttostromerzeugung in Deutschland mit Erdgas, 29% mit Braunkohle, 16% mit Windenergie und 8% mit Steinkohle. Der Erdgas-Anteil am Primärenergieverbrauch steige bis 2030 von 22% auf 32%, der der Erneuerbaren von 3,4% auf 11,5%.

Alle Erneuerbaren zusammen stellten 2030 rund 38% der Kraftwerkskapazität und deckten 26% der Bruttostromerzeugung. Gegenüber 1990 ergebe sich bis 2030 eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 32%. Die Kyoto-Klimaschutzziele würden damit erreicht, die von der Regierung geplante CO2-Minderung von minus 40% bis 2020 aber nicht.

Nach der Studie sollen die Preise für Erdöl und Erdgas bis 2030 gegenüber den 90er Jahren deutlich steigen, aber niedriger liegen als gegenwärtig. Die Autoren rechnen 2030 mit einem Ölpreis von 37 Dollar pro Barrel.

Download Energieprognose 2030 Kurzfassung BMWA (244.96 kB)

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