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Ulm belohnt (4. Februar 2005) - Während die großenEnergieversorgungsunternehmen überlegen, ob sie die Ergebnisseder Zuteilung von Emissionszertifikaten im Rahmen des zuJahresanfang gestarteten bundesweiten Emissionshandels anfechten,sind andere zu

Ulm belohnt

(4. Februar 2005) - Während die großen Energieversorgungsunternehmen (EVU) überlegen, ob sie die Ergebnisse der Zuteilung von Emissionszertifikaten im Rahmen des zu Jahresanfang gestarteten bundesweiten Emissionshandels anfechten, sind andere sehr zufrieden. So werden Kraftwerke, die die Umwelt stärker entlasten als vom Gesetz vorgeschrieben, belohnt.

Die SWU Energie zum Beispiel, Tochter der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, bekam für ihr 27 MW-Heizkraftwerk in Neu-Ulm von der Deutschen Emissionshandelsstelle in Berlin für die erste Handelsperiode bis 2007 mehr Zertifikate zugeteilt als für den Betrieb erforderlich. Das Heizkraftwerk (HKW)war zuvor von einer Berliner Fachagentur begutachtet worden. Die überschüssigen Zertifikate können nun europaweit an andere Kraftwerksbetreiber oder auf einer speziellen Börse verkauft werden.

Grund für die Sonderzuteilung ist die Umstellung auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): 1999 hat die SWU Energie das nach dem Abzug der US-Truppen übernommene HKW mit vier modernen Gasmotoren nachgerüstet, um Strom und Wärme gleichzeitig zu erzeugen. Dadurch gingen die CO2-Emissionen um fast die Hälfte zurück.

Das HKW liefert pro Jahr 42 Mio. kWh Strom und 50 Mio. kWh Wärme und setzt rund 85% des eingesetzten Erdgases in nutzbare Energie um. Kraftwerke ohne KWK nutzen im Schnitt weniger als die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs. Deutschland muss bis 2012 insgesamt 21% weniger CO2 ausstoßen als 1990. Bisher sind rund 19% erreicht.

letzte Änderung: 06.06.2018