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Umweltschelte für Energieversorgungsunternehmen
(2. Dezember 2004) - Weltweit sei die Strombranche nicht gewappnet, dem Klimawandel konsequent entgegen zu treten, lautet das Fazit der Umweltschutzorganisation WWF in seinem internationalen Klimaschutzranking für Energieversorger.
Im Mittelpunkt stand die Frage, inwieweit Firmen durch eine nachhaltige Investitionspolitik, mit dem Einsatz alternativer Energiequellen und hoch effizienter Gaskraftwerke ihren Ausstoß von Treibhausgasen verringern. 90% der Unternehmen bekamen weniger als drei von zehn möglichen Punkten.
Insgesamt wurden 72 Energieversorger aus den OECD-Ländern und Russland untersucht. Sie produzieren gemeinsam 65% des in diesen Ländern verbrauchten Stroms. Die deutschen RWE und E.ON erreichen mit 1,3 bzw. 0,6 Punkten die Plätze 20 und 41. Die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung stiegen in Deutschland von 2002 bis 2003 um rund 8 Mio t und seit 2000 um über 20 Mio. t. Mit 4,3 Punkten lag die spanische Iberola am besten. Besonders schlecht schneiden die US-Unternehmen ab: 24% erzielten nicht einmal einen Punkt.
Der WWF fordert ein schnellst mögliches Umschalten auf saubere Energien. Die Branche sei derzeit vor allem durch die Kohleverstromung für 35% der energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich.


