Passivhäuser boomen
(2. August 2004) - Der Ausbau von Passivhäusern werde in den kommenden Jahren ein hochdynamisches Wachstum erleben, so eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Büro für Solarmarketing und der Energieagentur Regio Freiburg GmbH.
Bundesweit wurden dazu insgesamt 180 Architekten, Bauträger, Fertighaushersteller, Haustechnikplaner und Lüftungsgerätehersteller sowie 25 Berater, Wissenschaftler und Vertreter befragt. Nach Ansicht der Experten wird 2010 nahezu jedes fünfte neu gebaute Haus in Passivhaus-Bauweise und zusätzlich jedes dritte Haus in Niedrigstenergie-Bauweise entstehen.
Wegen der Vorteile wie geringerem Heizwärmeverbrauch, hohem Wohnkomfort und minimalen Mehrkosten sollte schon heute mit keinem schlechteren Energiestandard gebaut werden. Im Trendszenario steigt der Markt für Passivhäuser 2010 auf knapp 60 000 Wohneinheiten pro Jahr gegenüber 1300 in 2003, bei Niedrigstenergie-Häuser von 3500 auf nahezu 100 000. Diese Entwicklung erfordere eine Neuorientierung der Kommunikations- und Vermarktungsstrategie bei Architekten, Anbietern und Planungsbüros.