Vergleichsstudie energetische Standards von Neubauten in Mitteleuropa
(10. März 2009) Für 11 europäische Länder wurde im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung ein Vergleich der energetischen Anforderungen an Neubauten vorgenommen. Zu diesem Zweck ermittelten Experten jedes Landes für drei beispielhafte Gebäude das Wärmeschutz-Niveau unter Berücksichtigung verschiedener Versorgungssysteme.
Die Ergebnisse haben Beispielcharakter und zeigen verschiedene Tendenzen auf: Die deutschen Anforderungen der EnEV 2007 liegen bei den Wohngebäuden tendenziell im Mittelfeld, die Anforderungen in Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Luxemburg sind zum Teil erheblich schärfer. Vergleichsweise schwach sind die deutschen Anforderungen in den Fällen, in denen die Anlagentechnik als primärenergetisch effizient bewertet wird (Wärmepumpe, Biomasse, Solaranlage,...) und die Anforderungen an die Transmissionswärmeverluste (HT') das Niveau des Wärmeschutzes bestimmt. Hier reiht sich Deutschland in die Gruppe der Länder mit den geringsten Anforderungen ein. Im Fall des Schulgebäudes gilt dies sogar generell: Deutschland weist bei fast allen Varianten die schwächsten Anforderungen an den Wärmeschutz auf. Am anspruchvollsten sind die Standards für das Schulgebäude in England, den Niederlanden, Schweden und Dänemark.
Studie hier.