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Gute Anlagen in guten Häusern funktionieren
- zur Zufriedenheit der Nutzer und
- mit beträchtlichen Primärenergie- und Betriebskosteneinsparungen.

Ein Passivhaus wird eingepackt
Warum bleibt das Passivhaus-Institut dennoch bei der Empfehlung "Abluftanlage für das Niedrigenergiehaus"?
Diese Empfehlung geben wir heute ausschließlich aus Kostengründen. Eine balancierte Zu-/Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung kostet für eine Wohneinheit auch heute immer noch 4.000 bis 6.000 Euro. Man kann sehr leicht ausrechnen, dass sich die Differenzkosten zu einer reinen Abluftanlage (1.000 bis 1.500 Euro) über die erzielbaren Heizkosteneinsparungen nicht amortisieren lassen.
Warum aber kann man dann im Passivhaus eine Wärmerückgewinnung der beschriebenen Qualität rechtfertigen?
Nun, sie ist für ein Passivhaus schlicht unverzichtbar; das allein wäre aber keine vernünftige Antwort, denn dann wären ja sowohl die Anlage als auch das Passivhaus unwirtschaftlich.
Der Trick beim Passivhaus besteht gerade darin, dass durch den Einsatz der hocheffizienten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung bedeutende Einsparungen beim konventionellen Heizwärmeverteilsystem möglich sind - im günstigsten Fall kann die konventionelle Verteilung ganz entfallen und von der Zuluft der Lüftungsanlage übernommen werden; in jedem Fall wird die Verteilung sehr viel kostengünstiger, weil der Heizkörper unter dem Fenster nicht mehr gebraucht wird. Nur im Passivhaus kommt damit zur Energiekosteneinsparung eine weitere Einsparung, nämlich eine solche von Investitionskosten, hinzu. Dies macht im Passivhaus den Einsatz der Wohnungslüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ökonomisch sinnvoll - die Investitionen in die Haustechnik steigen nämlich in der Gesamtsumme nur wenig an.
Inzwischen gibt es am deutschen Markt zahlreiche hocheffiziente Wohnungslüftungsanlagen, die sowohl mehr als 80 % Wärmerückgewinnung als auch sehr niedrige Stromverbräuche aufweisen. Der Einsatz dieser Anlagen bei inzwischen mehr als 1.000 Passivhäusern hat sich sehr gut bewährt. Insbesondere äußern sich die Bewohner lobend über die Luftqualität und die Behaglichkeit.

Die dicke Winterdecke wird dank Wärmerückgewinnung fürs erste nicht mehr gebraucht



