Inhalt
Elektrosmog unbedenklich
Wissenschaftler vom Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg untersuchten den von Energiesparlampen ausgehenden Elektrosmog.
(22. Juni 2009) Ergebnis: Das von handelsüblichen Energiesparlampen ausgehende elektrische Feld ist um ein Vielfaches stärker als das einer Glühlampe, die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Grenzwerte werden aber stets unterschritten.
Untersucht wurden 37 Energiesparlampen zwischen 5 W und 30 W, darunter ein als "strahlungsarm" verkauftes Produkt. In einer Entfernung von 30 cm wurden bei 30 W als höchste elektrische Feldstärke 59 Volt pro Meter (V/m) registriert. Der ICNIRP-Grenzwert liegt bei von 87 V/m.

Lampen mit 11 W erreichten zwischen 8% und 14%, die "strahlungsarme" 11-W-Variante rund 1% des Grenzwerts. Die Stärke des elektrischen Felds nahm mit der Entfernung rapide ab: In 1 m Distanz kamen die Messgeräte selbst bei der 30-W-Energiesparlampe an die Nachweisgrenze.
Die magnetischen Felder waren bei allen untersuchten Lampen äußerst schwach. Die elektrischen und magnetischen Felder der Energiesparlampen umfassen einen großen Frequenzbereich: Zu den 50 Hertz der Stromversorgung kommt die im Vorschaltgerät erzeugte Betriebsfrequenz von einigen Dutzend Kilohertz, die zusätzlich mit Oberwellen einhergeht.
Messungen mit einem Kopfphantom und Computersimulationen zur Abschätzung der Stromdichte im Körper des Menschen ergaben, dass der hier geltende Grenzwert höchstens zu rund 3% erreicht wird.



