ED 02/17 Die Welt reparieren oder wegwerfen? (S.22-25)
Spülen für den Frieden Die Stiftung Warentest hat Geschirrspüler untersucht. Fazit: Die Geräte werden immer sparsamer, spülen dafür aber länger.

Spülen für den Frieden

Die Stiftung Warentest hat Geschirrspüler untersucht. Fazit: Die Geräte werden immer sparsamer, spülen dafür aber länger. Die meisten Geräte erhielten die Note "gut". Ein einziges Billiggerät fiel mit der Note "ausreichend" durch den Test.

(14. September 2006) - "Es gibt Zeitgenossen, die würden der Erfinderin des Geschirrspülers, Josephine Cochran aus den USA, am liebsten noch posthum den Friedensnobelpreis zuerkennen - so sehr hat der mit Wasserdruck arbeitende Küchenhelfer ihren häuslichen Frieden befördert.

Auch viele Umweltschützer fallen in das Loblied ein und preisen die maschinelle Spülung als weitaus ressourcenschonender als die Säuberung per Hand." So beginnt der Bericht der Warentester ("test" Ausgabe 7/2006). Ein Spülgang in der Maschine kostet rund 35 Cent. Der gleiche Abwasch von Hand ist etwa doppelt so teuer.

Acht teilintegrierbare Geräte wurden getestet, die zwischen 715 Euro (Ariston) und 1.200 Euro (Bauknecht) kosten. Das günstigste Gerät schnitt am schlechtesten ab. Aber auch die teuerste Spülmaschine erzielte nur ein "befriedigend". Der Preis sagt also noch nichts über die Qualität aus. Umso wichtiger sind Informationen darüber, welche Geräte gut und sparsam spülen.

Mit der besten Note (1,8) schnitt eine Bosch-Maschine ab (SGI 58M02 EU), gleich dahinter mit 1,9 die Blomberg GIN 1580 XB. Ebenfalls ein "gut" erzielten Miele (G 1220 Sci), Gorenje (GI 63330 W), Juno Elektrolux (JSI 64601) und Quelle/Privileg (56450). Tipp der Stiftung: "Werfen Sie auch einen Blick auf Quelle/Privileg 56450. Das Gerät ist noch "gut" und bietet mit seinem Preis von 750 Euro ein beachtliches Preis-Leistungs-Verhältnis".

Langsam, aber automatisch

Maschinen mit einem geringeren Strom- und Wasserverbrauch haben längere Spülzeiten. Rund zwei Stunden laufen die Programme. Wer nicht gerade auf einer Party das Geschirr umgehend wieder braucht, den wird das kaum stören.

Die Maschinen verwirren Verbraucher mit einer Vielzahl von Programm- und Temperaturoptionen. Jedoch kann man die Programmwahl auch der Automatik überlassen. Ein Sensor prüft den Verschmutzungsgrad anhand der Trübung des Spülwassers und stellt automatisch Temperatur und Programmdauer darauf ein. Das funktionierte im Test gut und sparsam. Die Analyse berücksichtigte auch den Stand-By-Verbrauch. Bosch, Gorenje und Ariston erhielten in dieser Kategorie die Note "++".

letzte Änderung: 11.10.2023