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Flachbild-TV: Ausschalten bringt nichts
(24. Juni 2008) - Große Flachbildfernseher sind in Mode und
haben sich gegen Röhrengeräte durchgesetzt. Die Stiftung
Warentest hat sich 23 Geräte genauer angesehen (test 5/2008).
Die Preisspannen sind erheblich: Der Testsieger Sony verlangt
für sein 80-Zentimeter-Gerät 800 Euro, während der
ebenfalls sehr gute Loewe 2.300 Euro kostet. Die Stiftung hat sich
aber nicht nur die Geräte angesehen, sondern auch die
Hersteller unter die Lupe genommen: Wie sieht es mit Umweltschutz
in der Firma aus und unter welchen Bedingungen arbeiten die
Beschäftigten? Aufgrund dieser Informationen wird der
Hersteller bewertet, im Fachjargon redet man von CSR (Corporate
Social Responsibility), kurz und deutsch: die soziale
Verantwortlichkeit des Herstellers. Wenn Verbraucher Produkte von
Unternehmen mit hoher Verantwortlichkeit bevorzugen, dann
erhöhen sie auf Dauer deren Verantwortlichkeit. Die
Unternehmensverantwortung von Sony ist mies ("Bescheidene
Ansätze"), die des wesentlich teureren Herstellers Loewe
dagegen gut ("engagiert").

Der Stromverbrauch steigt mit der Bildschirmgröße. Der Sony-80-Zentimeter verbraucht 119 Watt im Betrieb, im Stand-By nur 0,5 Watt. Bei den 106-Zentimeter-Geräten liegt der Stromverbrauch zwischen 268 Watt (Panasonic) und 445 Watt (ebenfalls Panasonic). Auch die großen Geräte ziehen im Stand-By kaum Leistung (0,3 bis 0,8 Watt). Das Ausschalten des Fernsehers bringt deshalb nur eine minimale Stromersparnis, zumal viele Geräte auch ausgeschaltet noch 0,5 Watt Leistung beanspruchen.


