Trockene Luft entzieht der Wäsche Feuchtigkeit
(09. April 2007) Flatternde Wäsche, zum Trocknen auf die Leine gehängt - das kennen viele Städter höchstens aus der Fernsehwerbung. Vertrauter ist ihnen dagegen der weit weniger schöne Anblick von sperrigen Gestellen, die sich, voll behängt mit Wäschestücken, überall in der Wohnung breit machen. Und genau das wollen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger nicht länger ansehen und entschliessen sich deshalb zum Kauf eines Wäschetrockners.
Die Industrie wird sich darüber freuen. Denn während Waschmaschinen längst selbstverständlich sind, steht ein elektrischer Wäschetrockner nur in jedem zehnten Haushalt.
Umweltschützer hätten nichts dagegen, wenn es dabei bliebe. Denn der Einzug eines weiteren Stromfressers in die Haushalte liegt natürlich nicht in ihrem Sinn. Würde in jedem Haushalt Wäsche generell maschinell getrocknet, verdoppelte sich der Energieaufwand.
Trocknet Wäsche dagegen auf der Leine im Freien, kommt nur umweltfreundliche Sonnen- und Windenergie zum Einsatz.
Energieverbrauch vergleichen
Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, für die Anschaffung eines Wäschetrockners entschieden hat, muss sich zunächst mit einem ebenso umfangreichen wie vielfältigen Angebot auseinandersetzen. Um die Konsumentinnen und Konsumenten bei der Kaufentscheidung zu unterstützen, müssen alle Geräte der Gruppe «weisse Ware» mit einer Verbrauchskennzeichnung nach den Energie-Effizienzklassen A bis G ausgezeichnet sein.
Untersuchungen zeigen, dass die angebotenen herkömmlichen Trockner zur Hauptsache in der Energieverbrauchsklasse C (mittlerer Energieverbrauch) zu finden sind.
Energiesparende Alternative
Verbrauchswerte der Effizienzklasse A (niedriger Verbrauch, das heisst 0,4 kWh) können mit Raumluft-Wäschetrocknern mit s-Kondensation erreicht werden. Allerdings muss ein Trockenraum verfügbar sein, wie er in vielen Ein- oder Mehrfamilienhäusern ohnehin vorhanden ist.
Je nach Raumgrösse und Leinenauslegung kann bis zu 25 Kilo Wäsche gleichzeitig getrocknet werden.