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Warmwasser


Warmwasser ist wichtig für jeden Haushalt. Der Anteil der Energie für die Warmwasserbereitung steigt ständig. Die durchdachte Auswahl des Warmwassersystems kann drastische Kosteneinsparungen bringen.  Gerade das ständige Bereithalten warmen Wassers kostet viel Energie. Die Sonne ist eine kostenlose Energiequelle und gerade zur Warmwasserbereitung besonders geeignet.

Warmwasser-Verbrauch

Für die Planung eines Warmwassersystem muss man den täglichen Warmwasser-Verbrauch kennen. Hier einige Anhaltswerte:

In einem Zweipersonenhaushalt werden täglich etwa 100 Liter Warmwassser verbraucht, in einem Dreipersonenhaushalt 150 Liter und in einem Vierpersonen-Haushalt 200 Liter. Je nach individuellem Verbrauch können diese Wert um zehn bis 20 Prozent nach oben oder unten abweichen.

 Warmwasser-Bereitung

Die Warmwasser-Bereitung macht in einem Durchschnittshaushalt den zweithöchsten Energieverbrauch aus. (wenn man Mobilität außer Acht lässt). Es gibt unterschiedliche Systeme und Energieträger, die unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben:
Durchlauferhitzer

Das Wasser wird erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird, wodurch Bereitschaftsverluste entfallen, jedoch hohe Leistungen erforderlich (Achtung: bei elektrischen Durchlauferhitzern muss die Elektroinstallation ausreichend dimensioniert sein). Im Detail manchmal tückisch (z.B. bei Gasthermen mit elektrischer Zündung und Rauchgasklappen, weil viel Zeit vergeht, bis warmes Wasser aus der Leitung kommt. Komfortspeicher oder Bereitschaftsspeicher helfen hier etwas).

Zentraler Speicher

Die erforderliche Leistung ist wesentlich geringer, da üblicherweise mehrere Stunden für die Erwärmung des Wassers zur Verfügung stehen (z.B. Nachtstromboiler). Bei leerem Speicher kann jedoch bis zur nächsten Erwärmung kein Warmwasser mehr entnommen werden. Bei zentralen Warmwasserbereitern können sich durch lange Leitungswege hohe Verluste ergeben (viel warmes Wasser steht in der Leitung und kühlt wieder ab). Die früher oder in Mehrfamilienhäusern verwendete Zirkulationsleitung (führt ständig warmes Wasser im Kreis) stellt zwar sicher, dass sofort warmes Wasser an der Entnahmestelle zur Verfügung steht, allerdings werden auch die Verluste erhöht (insbesondere bei schlecht gedämmten Zirkulationsleitungen). Wichtig: Zirkulationspumpe über Zeituhr in der Nacht abschalten.

Dezentrale Speicher

Mehrere Untertischboiler bei den Entnahmestellen. Meist mit Tagstrom betrieben, daher nur bei weit entfernten Entnahmestellen und geringem Verbrauch zu empfehlen. Tipp: Zeitschaltuhr oder Handschalter einbauen, damit das Wasser nicht nachgewärmt wird, wenn kein Warmwasser benötigt wird.

Warmwasser-Bereitung mit verschiedenen Energieträgern

Warmwasser-Bereitung mit dem Heizsystem

Im Winter meist die günstigste Möglichkeit (außer bei Heizungswärmepumpen). Im Sommer nicht zu empfehlen, da nur für das Warmwasser die Heizung in Betrieb genommen werden muss. Dies hat sehr schlechte Wirkungsgrade zur Folge, und damit hohen Energieverbrauch und hohe Kosten.

Solaranlage

Im Sommer die beste Möglichkeit, im Winter zu wenig Ertrag. Weitere Informationen.

Warmwasserwärmepumpe

Bei der Anschaffung nicht viel billiger als eine Solaranlage, im Gegensatz zu dieser müssen aber Betriebskosten gezahlt werden. Der Stromtarif dafür ist recht günstig, die Arbeitszahl ist nicht so gut wie bei Heizungswärmepumpen.

Nachtstromboiler

Sehr günstig in der Anschaffung, im Betrieb allerdings recht teuer. Bitte prüfen Sie, ob Ihr Boiler auch wirklich richtig angeschlossen ist und mit Nachtstrom heizt.

Stromdurchlauferhitzer

Hohe Anschlussleistungen erforderlich, teuer im Betrieb und wirklich nur für ganz geringe Wassermengen empfehlenswert. Vorteil: wenig Platzbedarf.

Wasserkochen

Bereiten Sie heißes Wasser keinesfalls auf dem Elektroherd zu. Das ist die pure Verschwendung von Energie. Ihre Herdplatte strahlt noch etwa 20 Minuten nach der Benutzung Restwärme ab. Erhitzen Sie insbesondere kleinere Mengen heißes Wasser für z.B. eine Tasse Tee in der Mikrowelle, mit einem Wasserkocher oder gar mit der Kaffeemaschine. Steht Ihnen heißes Wasser aus dem Hahn unmittelbar ohne Vorlaufzeit zur Verfügung, nutzen Sie dies beim Kochen aus. Um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, braucht ein Wasserkocher 100 Wh und ein Elektroherd 150 Wh. Auch Omas Tauchsieder spart gegenüber dem Elektroherd Energie.

Warmwasser

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