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Effizient, aber laut
(20. Juni 2008) - Ölbrennwertkessel gibt es noch nicht lange am Markt. Im Unterschied zu einem konventionellen Ölkessel nutzen die neuartigen Modelle die Energie des Wasserdampfes, der in den Verbrennungsgasen enthalten ist. Das macht sie effizienter. Die Stiftung Warentest hat zehn Ölbrennwertkessel getestet (test 5/2008). Neun Kesseln bescheinigt die Stiftung eine "sehr gute" oder "gute" Energieausnutzung. Allerdings haben die Tester die Kessel mit schwefelarmen Heizöl befüllt. Dieses enthält pro Tonne höchstens 50 Gramm Schwefel. In normalem Heizöl dürfen bis 1.000 Gramm enthalten sein. Pro Liter kostet schwefelarmes Heizöl etwa fünf Cent mehr als normales Heizöl. Weniger Schwefel reduziert den Ruß im Kessel und vermindert den Wartungsaufwand. Für einen Brennwertkessel ist schwefelarmes Öl wichtig, weil das Abgaskondensat bei normalem Heizöl chemisch neutralisiert werden muss, bevor es in die Kanalisation geleitet werden darf. Das ist bei schwefelarmen Heizöl nicht nötig.
Testsieger wurden "Vitoladens 300 C" von Viessmann (7.000 Euro) und "COB-20" von Wolf (5.600 Euro). Zu dem Kesselpreis, der die Regelung enthält, nicht jedoch den Warmwasserspeicher, muss man die Kosten für eine Schornsteinsanierung hinzurechnen, denn die niedrigen Abgastemperaturen erfordern eine Anpassung des Kamins. Unangenehm aufgefallen sind die Kessel wegen lauter Betriebsgeräusche. Ob sich die Mehrkosten eines Ölbrennwertkessels gegenüber einem normalen Ölkessel durch die höhere Energieausnutzung bezahlt machen, darüber schweigen sich die Tester aus.



