Heizstrom-Monopol bröckelt
(5. April 2013) Auch für viele Heizstrom-Verbraucher ist ein Anbieterwechsel möglich, berichtet die Zeitschrift Finanztest (Heft 2/2013). Die Angebote sind aber noch mager.
Der Preis für Heizstrom lag 2012 im Bundesdurchschnitt bei 17,64 Ct/kWh (Monitoringbericht 2012). Das liegt zwar zehn Cent unter dem Preis für normalen Haushaltsstrom, aber dennoch deutlich über dem Heizstrompreis noch vor wenigen Jahren. Wer mit Strom heizt, verbraucht jährlich zehn- bis zwanzigtausend Kilowattstunden. Der normale Stromverbrauch liegt dagegen nur bei rund 3.500 Kilowattstunden jährlich.
Hinzu kommt, dass Heizstromkunden meist nicht auf eine andere Heizung umstellen können. Vielfach sind es Mieterhaushalte ohne Einfluss auf das Heizsystem. Es sind keine Schornsteine im Haus oder es gibt gar ein Verbrennungsverbot für feste Brennstoffe. Aus diesen Gründen leiden Heizstromkunden besonders unter den jüngsten Preiserhöhungen. Und der Anbieterwechsel ist ihnen in der Regel verwehrt. Die Tarifrechner im Internet kennen die Kategorie „Heizstrom“ gar nicht. Wer wechseln will, ist darauf angewiesen, selbst einen neuen Anbieter zu finden.
Der Anbieterwechsel ist nicht ganz einfach. Auf folgende Punkte sollte man achten:
- Den bisherigen Stromverbrauch können Sie Ihrer letzten Stromrechnung entnehmen. Dort erfahren Sie auch, ob sie über einen Zweitarifzähler oder einen Eintarifzähler abgerechnet werden.
- Beim Preisvergleich sollten Sie Sie die aktuellen (und erhöhten) Preise Ihres derzeitigen Anbieters mit denen von anderen Anbietern vergleichen. Fordern Sie ein Angebot an.
Es gibt zwei bundesweite Anbieter: e.vita und Natur-Stromhandel.
Die regionalen Angebote sind im internen Mitgliederbereich abrufbar.
