125 Martin Jensen. Foto: obs/Peter Jensen GmbH/Angerer, Krafft
Heizt man besser mit Öl oder mit Gas? (01.10.03) Man kann meist nur in kleinen Grenzen selbst bestimmen, welchen Energieträger man zum Heizen nutzen kann.

Heizt man besser mit Öl oder mit Gas?

(01. Oktober 2003) Man kann meist nur in kleinen Grenzen selbst bestimmen, welchen Energieträger man zum Heizen nutzen kann.

Diese Liste gibt Primärenergieaufwand für die verschiedenen Energieformen bei gleicher Heizleistung an:

  • elektrische Widerstandsheizung: 313%
  • Ölheizung: 141%
  • Gasheizung: 134%
  • elektromotorische Wärmepumpe: 104%
  • gasmotorische Wärmepumpe: 75%

Je nach Wärmeverlust des Hauses gibt es dann verschiedene Wärmeerzeuger, die sich einsetzen lassen. Bei einem neuen freistehenden Einfamilienhaus sind das heute ca. 40-50 Watt je Quadratmeter, also 5-13 kW Heizleistung.

Gasflamme

Alte Häuser benötigen bis zu 200 W/m2, windige Lagen bis zu 25% mehr. Die Mindestwärmeleistung eines heutigen Standard-Ölbrenners kann mit Tricks auf minimal 12 kW reduziert werden.

Gaskessel sind stetig regelbar und gibt es schon ab zwei kW. Gas lässt sich prima regeln. Der Brennwert-Kessel sollte heute immer ein modulLierender sein, d.h. sich dem Verbrauch stetig anpassen können.

Die maximale Leistung wird sowieso nur bei größter Kälte benötigt: In Deutschland sind das im statistischen Mittel etwa zwei Tage pro Jahr. Von den 9 Monaten Heizdauer im Jahr werden 8 Monate 0-50%  und nur maximal ein Monat lang mehr als 50% der installierten Heizleistung benötigt.

Extrem kalte Perioden mit -20 °C wie die zwei Wochen im Januar 1997 treten nur ganz selten auf. Im Einfamilienhaus sollte man deshalb lieber einen kleineren Kessel wählen und einen Kachelofen (ca. 3 kW) als Zusatz- und Übergangsheizung nutzen.

letzte Änderung: 08.01.2015