Additive: Rußärmer durch Zusatzstoffe

Heizöl hat eine genormte Qualität (DIN 51 603) für Kälteverhalten, Reinheit und Sauberkeit bei der Verbrennung. Bei älteren Anlagen kann man durch Additive zum Heizöl die Rußbildung deutlich vermindern. Knapp 60 Prozent der Ölheizungen sind älter als 15 Jahre.

Die Vorteile der Additive: Sie enthalten den Zusatzstoff Ferrocen. Er zerfällt bei der Verbrennung und setzt dabei Stoffe frei, die für eine schnellere und intensivere Verbrennung sorgen. Dadurch sinkt der Rußanteil im Abgas. Rußablagerungen an den Kesselwänden werden abgebaut. Die Heizungswartung wird dadurch vereinfacht, weil sich statt der üblichen klebrigen Ablagerungen auf den Kesselwänden eine dünne und leicht zu entfernende Staubschicht bildet. Dadurch verbessert sich auch der Wärmeübergang und damit die Energieausbeute.

Aber auch bei neuen Brennern sind Additive sinnvoll. Sie vermindern Ruß- und Schadstoffbildung während der An- und Abschaltphase. Bei jedem Zünd- und Abschaltvorgang entstehen so viele Schadstoffe wie sonst bei einer halben Stunde Betriebszeit. 80 bis 90 Prozent der Schadstoffe entstehen durch die Zünd- und Abschaltvorgänge. Heizöl mit Additiven, so genanntes Superheizöl, hat auch eine höhere Lager- und Temperaturstabilität. Gerade bei geringen Verbräuchen verlängert sich die Lagerdauer. Die Additive schützen vor Sedimentierung und beugen damit einer Verstopfung von Filtern und Düsen vor. Eine Messung des TÜV hat eine Verminderung der Rußemissionen um 94 Prozent gegenüber normalem Heizöl ergeben. Die Additive verteuern das Heizöl um etwa einen Cent je Liter.

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