Freie Schornsteinfeger

Internetseite schornsteinfeger-sueva.de

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Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.

Fegerfinden.de aktiviert Wettbewerb unter den Schornsteinfegern

(24. Oktober 2014) Die neue Internetplattform fegerfinden.de des Bundes der Energieverbraucher führt Verbraucher und freie Schornsteinfeger zusammen. Rund 20 Prozent der Schornsteinfegerkosten lassen sich damit künftig einsparen. Und Verbraucher entkommen dem Preisdiktat der bisherigen Monopolisten.

Bisher hatten es Schornsteinfeger sehr bequem: Bis 2012 waren sie durch ein Monopol geschützt: Kein anderer durfte ihre Aufgaben erledigen. Und jeder Hausbesitzer war gesetzlich verpflichtet, die  Feuerstättenschau, das Kehren, die Immissionsschutzmessung und die Abgaswegeprüfung regelmäßig durchführen zu lassen. Auch die Höhe der Gebühren war gesetzlich geregelt. Damit ist seit 2013 Schluss: Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger führt als hoheitliche Aufgabe nur noch ein Register aller Feuerstätten in seinem Bezirk, das sogenannte „Kehrbuch“ und legt aufgrund der gesetzlichen Vorgaben fest, welche Schornsteinfegerarbeiten genau zu erledigen sind. Im sogenannten „Feuerstättenbescheid“, den er jedem Hausbesitzer übermittelt, legt er dafür auch die Termine fest. Jeder dazu Befähigte – er muss in die Handwerksrolle als Schornsteinfeger eingetragen sein -  kann nun diese Schornsteinfegerarbeiten ausführen. Nur die zweimal in sieben Jahren durchzuführende Feuerstättenschau ist dem Bezirksschornsteinfeger vorbehalten und dafür sind Gebühren zu entrichten. Aber die Preise für die übrigen Fegerleistungen sind nicht mehr festgelegt: Der Schornsteinfeger und der Hausbesitzer einigen sich auf einen Preis. Der Preis einer Arbeitseinheit AW (Arbeitswert) lag 2012 bei 1,01 Euro und ist seitdem gebietsweise schon auf 1,30 Euro angestiegen. Man sollte bei seinem Schornsteinfeger ruhig einmal nach dem Preis der AW nachfragen.

Mangels praktischer Alternativen setzt der Schornsteinfeger derzeit praktisch einseitig den Preis fest. Alle zugelassenen Schornsteinfeger können sich bei der BAFA in eine Liste eintragen. Die Eintragung dort ist aber nicht verpflichtend und es sind auch nicht alle Betriebe aufgeführt. Dort findet man zwar die in einem Ort zugelassenen Schornsteinfeger. Aber leider enthält die Liste über Name, Straße und Ort hinaus keine weiteren Informationen.

Höchste Zeit, das Monopol praktisch aufzubrechen

An der praktischen Monopolstellung der bisherigen Bezirksschornsteinfeger ändert sich solange nichts, solange Verbraucher keine alternativen freien Schornsteinfeger finden. Vermutlich würden sehr viele Schornsteinfeger gerne auch im Kehrbezirk ihres Kollegen tätig werden. Sie fürchten aber, dass dann auch sein Kollege ihm seine Kunden wegfängt. Also fängt man erst gar nicht an, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Und die Kunden haben das Nachsehen.

Fegerleistungen kostenlos bundesweit ausschreiben

Um Verbraucher und freie Schornsteinfegern zusammenzuführen, hat der Bund der Energieverbraucher über seine 100-prozent Tochter, die Bund der Energieverbraucher GmbH die Internetplattform Fegerfinden.de neu erstellt. Hier kann jeder Hausbesitzer kostenlos die im Feuerstättenbescheid aufgeführten Leistungen ausschreiben, ohne dass sein Name dabei genannt wird. Wer dabei Probleme hat, dem steht eine Hotline zu Seite. Die Schornsteinfeger können auf die Ausschreibungen hin eintragen, zu welchem Preis einschließlich Fahrtkosten sie diese Arbeiten übernehmen würden und in welchem Zeitraum sie diese Arbeiten erledigen können. Der Name des bietenden Schornsteinfegers wird auf der Plattform nicht veröffentlicht. Das könnte viele Schornsteinfeger dazu verlassen, sich bei Fegerfinden.de zu beteiligen. Sie brauchen nicht zu befürchten, dass die anderen Schornsteinfeger davon etwas erfahren. Der Bund der Energieverbraucher stellt sicher, dass alle auf der Plattform registrierten Schornsteinfeger auch als Schornsteinfeger in der Handwerksrolle eingetragen sind.

Das Portal entstand aus dem Wunsch der Verbraucher, freie Schornsteinfeger zu finden. Andererseits waren die wenigen freien Schornsteinfeger nur mit Mühe in der Lage, die vielen Anfragen zu befriedigen. Der Bund der Energieverbraucher arbeitet mit der freie Schornsteinfeger GmbH und ihrem Geschäftsführer Wolfgang Frei zusammen (Internet-Portal: Freie-Schornsteinfeger.eu).

Verbraucher kann Zuschlag erteilen

Der Verbraucher kann auf Fegerfinden.de einem beliebigen Angebot eines Schornsteinfegers den Zuschlag erteilen. Er kann von drei der abgegebenen Angebote die Daten des Schornsteinfegers einsehen. Dadurch kann der Verbraucher ausschließen, dass er versehentlich einen Schornsteinfeger beauftragt, mit dem er möglicherweise nicht mehr zusammenarbeiten möchte. Durch den Zuschlag kommt eine für Verbraucher und Schornsteinfeger bindende Beauftragung zustande. Der Verbraucher erfährt mit dem Zuschlag, welchen Schornsteinfeger er beauftragt hat. Und der Schornsteinfeger erfährt erst dann den Namen des Verbrauchers und die Adresse des zu kehrenden Gebäudes.

Bewertung der Schornsteinfeger

Wenn der Verbraucher einem Schornsteinfeger über Fegerfinden.de beauftragt hat, dann kann er diesen Schornsteinfeger anschließend auch bewerten: die schlechteste Bewertung ist ein Stern, die beste Bewertung sind fünf Sterne. Die Verbraucher können bei jedem Angebot eines Schornsteinfegers sehen, wie viele Sterne er bisher im Mittel erhalten hat.

Einsparungen von 20 Prozent erzielbar

Wolfgang Frei schätzt, dass freie Schornsteinfeger um rund 20 Prozent günstiger Arbeiten als die übrigen Schornsteinfeger. Bei einem Auftragsvolumen von jährlich 50 bis 150 Euro hält sich die Einsparung für ein Einfamilienhaus in Grenzen. Wichtig ist hier vielmehr das Gefühl, nicht dem Preisdiktat des bisherigen Monopolisten ausgeliefert zu sein. Für Mietobjekte und Gewerbeimmobilien geht es um wesentlich höhere Auftragsvolumen und entsprechend höher sind auch die Einsparungen. Besonders für öffentliche Verwaltungen und größere Mietobjekte sind Ausschreibungen nahezu obligatorisch, um dem Wirtschaftlichkeitsgebot Genüge zu tun. Die Freie Schornsteinfeger GmbH hat für größere Verwaltungen eine neue Methode der Ausschreibung entwickelt, die für die Ausschreibung auf Fegerfinden.de einschließlich der Hotline genutzt werden kann.

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Vor Gericht abgeblitzt

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Konkurrenz am Kamin

Seit Jahresanfang dürfen auch EU-Schornsteinfeger in Deutschland kehren. Clevere deutsche Schornsteinfeger haben diese Marktöffnung genutzt - zum Vorteil der Verbraucher. Die Zeiten des schwarzen Monopols sind also schneller vorbei, als viele Kehrbezirksinhaber gefürchtet hatten.

(07. September 2009) Manche Dinge sind in Deutschland älter als die Bundesrepublik selbst und gelten noch immer. Zum Beispiel das Monopol für Schornsteinfeger: Seit 1935 darf laut Kehrgesetz nur der Bezirksschornsteinfegermeister Kamine kehren und Abgase messen. Damit sind Schornsteinfeger neben Notaren die letzten ihrer Art.

Das hat sich nun geändert: Seit Anfang des Jahres dürfen auf Druck der EU auch zum Beispiel belgische, polnische oder französische Schornsteinfeger die hiesigen Kamine kehren. Basis ist die EU/EWR-Handwerksverordnung (§ 7-9). Absurderweise können sich deutsche Schornsteinfegermeister auf dieses Recht nicht berufen. Sie müssen nach wie vor einen Bezirk haben - zumindest noch bis Ende 2012. Diese Frist soll dem Handwerk einen gleitenden Übergang in einen von Wettbewerb geprägten Markt ermöglichen.

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Auf Umwegen zum freien Markt

So lange wollte der Schornsteinfegermeister Wolfgang Frei aus Mengen in Baden-Württemberg nicht warten. Er hat daher einen Umweg gefunden. Er ist bei einer österreichischen Firma angestellt und kehrt seit einigen Monaten Ruß in deutschen Kaminen.

Ein seltsamer Umweg, den mittlerweile bundesweit 100 freie Feger nehmen - zum Vorteil der Verbraucher.

Freie Wahl

Für Hausbesitzer bedeutet das, dass sie fortan den Schornsteinfeger ihres Vertrauens frei wählen können. Und zwar für Arbeiten, die keine Kontrollen beinhalten. In der Hauptsache sind das Arbeiten wie Kehren und Überprüfen von Anlagen. Häufig sind die freien Kollegen ohne Bezirk günstiger, weil sie neu auf dem Markt sind. Vor allem können sie jedoch mit Service punkten: Während der Bezirksschornsteinfeger einfach einen Zettel an die Haustür klebt, vereinbaren die "Freien" Termine. Sie kommen auch an Samstagen oder am frühen Abend. Die Erfüllung solcher Sonderwünsche müsste man dem Monopolfeger teuer zusätzlich bezahlen.

So findet man einen Freien

Auf der Internetseite der freien Schornsteinfeger (www.freie-schornsteinfeger.eu) gibt es eine Deutschlandkarte. Dort kann man sehen, ob ein unabhängiger Schornsteinfeger in der Nähe arbeitet.

Selbst wenn das nicht der Fall ist, sollte man eine Mail an Wolfgang Frei senden und sein Interesse bekunden. Er leitet die Nachricht an den nächstgelegenen freien Schornsteinfeger weiter, der Kontakt mit dem Kunden aufnimmt.

Haben Sie einen freien Schornsteinfeger gefunden, so erteilen sie ihm eine Vollmacht zur Einholung des Feuerstättenbescheids bei dem bisherigen Bezirksschornsteinfeger. Dieser Bescheid ist seit Juni 2009 kostenpflichtig. Ein solcher Feuerstättenbescheid ist für jedes Haus vorgeschrieben. Man kann auch die Vollmacht im Internet herunterladen und direkt per Post oder Fax an Wolfgang Frei übermitteln.

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Wolfgang Frei befreit die Verbraucher vom Monopol drei Jahre früher als der Gesetzgeber.

Aus dem Feuerstättenbescheid sind die notwendigen Leistungen ersichtlich. Der freie Schornsteinfeger erstellt auf dieser Basis ein Angebot. Dieses können Sie mit Ihren bisherigen Gebühren vergleichen. In der Regel beträgt die Ersparnis zehn bis 30 Prozent gegenüber dem Bezirksschornsteinfeger.

Nun können Sie - falls gewünscht - dem Schornsteinfeger einen Auftrag erteilen. Terminabsprache und Rechnungsstellung erfolgen über den freien Schornsteinfeger. Dieser ist für einen EU/EWR-Schornsteinfegerbetrieb aus dem Ausland tätig.

Übrigens: Alle freien Schornsteinfegerbetriebe, mit denen Frei zusammenarbeitet, sind qualifiziert und ausgebildet nach deutschem Standard. Sie kennen sich mit den deutschen Gesetzen und Vorschriften aus.

www.freie-schornsteinfeger.eu, Mail: info(at)freie-schornsteinfeger.eu

Das Fernsehen berichtete: http://tinyurl.com/freischornsteinfeger

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