Große Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung

(12. März 2003) Große Solarwärmeanlagen beispielsweise auf Wohnheimen, Schulen oder Miethäusern haben deutliche Vorteile gegenüber den kleinen Systemen für Ein- und Zweifamilienhäusern: Sie erzielen höhere spezifische Erträge bei geringeren spezifischen Investitionskosten. Erfahrungen mit Demonstrationsanlagen belegen, dass sie zuverlässig und effizient arbeiten. In Deutschland gibt es nur wenige Großanlagen mit Kollektorflächen über 100 Quadratmetern. Investoren waren bisher von der Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der Systeme nicht überzeugt. Zudem fehlten Planungsgrundlagen für Architekten und Fachplaner.

769 Solarthermische Anlage

Deshalb fördert das Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit mit seinem Forschungsprogramm "Solarthermie 2000" den Bau von 100 großen Solarwärmeanlagen. Die Hälfte der Anlagen läuft inzwischen. Zeit für eine Zwischenbilanz. Das neue zwölfseitige Themen-Info "Große Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung" des Informationsdienstes BINE berichtet über die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Forschungsprogramm. Es stellt im wesentlichen Planungsgrößen und Auslegungshinweise vor.

769 Solaranlagen auf Wohnblock-Dächern

Große Solaranlagen können Sonnenwärme zu Kosten liefern, die diese Technik beispielsweise für Krankenhäuser oder Wohnsiedlungen wirtschaftlich interessant machen. Dabei sinken die spezifischen Investitionsgrößen tendenziell mit der Systemgröße. Bereits Anlagen mit Kollektorfeldgrößen um die 100 Quadratmeter erzielen Wärmekosten von 13 Eurocents pro Kilowattstunde. Allerdings sind eine sorgfältige Auswahl und Vorbereitung der Gebäude Voraussetzung für solche Preise - und überschaubare Anlagenkonzepte. Einfach gebaute Systeme mindern nicht nur die Kosten, sondern sind weniger störanfällig beim Betrieb und aufwändig bei der Wartung.

Die Themen-Info "Große Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung" können Sie herunterladen unter www.bine.info

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