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Jährliche Energiepreissubventionen

Jährliche Energiepreissubventionen

(30. Juni 2017) Das produzierende Gewerbe profitiert von zahlreichen Ausnahmeregelungen bei Energie- und Strompreisen. Im Jahr 2005 lag das Volumen der Ausnahmeregelungen bei 10,7 Milliarden Euro und stieg im Jahr 2016 auf 17 Milliarden Euro an.

Davon tragen die Privathaushalte und nicht privilegierte Gewerbebetriebe direkt einen Betrag von 11,5 Milliarden Euro, über ihren Strompreis, der übrige Betrag sind Steuergeschenke. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft vom April 2017.

Die wichtigsten Positionen sind die Befreiung von der EEG-Umlage (4,2 Mrd. Euro), Befreiung von der Konzessionsabgabe (3,9 Mrd. Euro), EEG-Eigenstromprivileg (2,3 Mrd. Euro) und die Befreiung von der Stromsteuer (2,1 Mrd. Euro). Diese Subventionen sind ein Gerechtigkeitsproblem, weil sie private Verbraucher und den Mittelstand grundlos zusätzlich belasten und die Großindustrie im selben Umfang beschenken. Sie reduzieren für die Großindustrie auch die Anreize zur Energieeffizienz.