Mikro-Gasturbine

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Mikro-BHKW: Neue Informationen

(27. Mai 2004) Ist die Mikro-KWK wirtschaftlich? Was macht British Gas mit dem neuen Aggregat? Antworten gab es auf einem Workshop der Berliner Energietage 2004 vom Bkwk.

Vortragsfolien:

 Download Microturbine von British Gas -Präsentation von Michael Coljin 

 Download Mikro-KWK Öko-Enthusiasmus oder lukrativer Nebenverdienst, Lambert Schneider, Öko-Institut  

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Mikro-Gasturbine eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten für KWK

(5. November 2003) - Wissenschaftler haben kürzlich die Eignung einer Mikro-Gasturbine für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen untersucht.

Das Fazit: Die neue Technologie eröffnet Möglichkeiten, die übliche Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nicht erreichen können. Dadurch könnten sich der KWK ganz neue Perspektiven bieten.Grundsätzlich gilt für jede KWK-Anlage: Erst hohe Laufzeiten bei einem hohen Nutzungsgrad machen ihren Betrieb wirtschaftlich. Es liegen nur dann günstige Voraussetzungen vor, wenn das ganze Jahr über ein gleichzeitiger Strom- und Wärmebedarf besteht.

Nachteile der üblichen KWK-Anlagen

Bei den bisherigen KWK-Technologien, also vor allem Motorheizkraftwerken, wurde Nutzwärme von in der Regel unter 100 Grad C erzeugt. Dies reicht zwar im Winter als Heizenergie aus, kann aber nicht als Prozesswärme für Produktionsvorgänge und somit nicht über den Winter hinaus genutzt werden.

Herkömmliche Gasturbinen bieten vielfältig verwendbare Prozesswärme, liefern aber meist eine elektrische Leistung von 1000 kW und mehr, was den Grundlastbedarf kleiner und mittelständischer Unternehmen deutlich übersteigt. Beide Technologien sind hier also für eine wirtschaftliche Nutzung ungeeignet.

Potenzial der Mikro-Gasturbine

Die von Wissenschaftlern vom Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) gemeinsam mit Kollegen vom Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der RWTH Aachen getestete Mikro-Gasturbine bietet demgegenüber verschiedene Vorteile: Bei elektrischen Leistungen zwischen 30 und 200 kW, was dem Bedarf vieler mittelständischer Unternehmen entspricht, kann die Mikro-Gasturbine in der Produktion nutzbare Prozesswärme von 120 Grad und mehr erzeugen.

Die Möglichkeiten der Verwendung dieser Wärme sind vielfältig: von der Wärmequelle für Absorptionskälteanlagen über Dampferzeugung - beispielsweise in Wäschereien und Brauereien - bis zur Trocknung in der Keramikindustrie oder zur Heizwärme in Krankenhäusern, Hotels und Verwaltungsgebäuden.

Die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Mikro-Gasturbine sind auf Grund weniger Verschleißteile und langer Wartungsintervalle von 4.000 bis 8.000 Betriebsstunden wesentlich geringer als beispielsweise für ein Motorheizkraftwerk.

Mikro-KWK-Anlagen: Alternative zu Großkraftwerken?

Sollte sich, wie die Experten hoffen, ein Massenmarkt für Mikro-KWK-Anlagen entwickeln, wäre auch das "virtuelle Kraftwerk" nicht mehr fern: Wenn man viele Mikro-KWK-Anlagen regelungsseitig miteinander verbindet und von einer Zentrale aus steuert, könnten damit Wohn- oder Gewerbegebiete flächendeckend, umweltschonend und mit hoher Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme gespeist werden.

Dieses Modell verbindet die Vorteile des zentralen Großkraftwerks wie hohe Leistungen, Stabilisierung des Netzes und Versorgungsgarantie mit den Vorteilen kleiner dezentraler KWK-Anlagen. Dazu zählen besonders die Nähe von Energieerzeugung und -verwendung zur Minderung von Transportverlusten und die Möglichkeit, die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme zu nutzen.

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