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Historisches Datum 1. Januar 2018: 100 Prozent erneuerbarer Strom
Zum ersten Mal in der Geschichte hat sich Deutschland mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energien versorgt. Die Messdaten der Bundesnetzagentur (www.smard.de) zeigen, dass am 1. Januar 2018 um 6 Uhr der erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien den Strombedarf für Deutschland decken konnte.
Historisches Datum 1. Januar 2018: 100 Prozent erneuerbarer Strom

(9. Januar 2018) Zum ersten Mal in der Geschichte hat sich Deutschland mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energien versorgt. Darauf macht Rolf Behringer von solarezukunft.org aufmerksam. Die Messdaten der Bundesnetzagentur (www.smard.de) zeigen, dass am 1. Januar 2018 um 6 Uhr der erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien den Strombedarf für Deutschland decken konnte. Sicher war das nur ein kurzer Moment, aber diesen Moment hat es vorher noch nie gegeben. Er ist unbemerkt an uns vorbei gezogen, während die meisten deutschen Einwohner schliefen.


In diesem Moment wurden in Deutschland 41,7 GW elektrische Leistung benötigt und die erneuerbaren Energien lieferten 44 GW ohne die Sonne! (www.energy-charts.de)


Sicher ist der 1. Januar kein repräsentativer Tag, da der Energiebedarf deutlich geringer ist als an einem Werktag unter dem Jahr. Z.B: heute am 09.01.2018 um 6:00 Uhr lag die Leistung bei 65,5 GW und der Anteil der erneuerbaren bei 34,7 GW, was immerhin 53,8% entspricht. Tatsache ist, dass es in Deutschland zum ersten Mal einen Moment gab, in dem die erneuerbaren Energien, 100% des nationalen Strombedarfs deckten. Tatsache ist aber auch, dass in diesem Moment 12 GW elektrische Leistung zu viel im Netz war.


Der Meilenstein zeigt uns, wenn wir effektiv und sachlich weitermachen, technische, politische und gesellschaftliche Hürden abbauen, können wir in nur wenigen Jahren eine nachhaltige Energieversorgung bereitstellen. Und gerade jetzt, mit der Erkenntnis, dass Deutschland die Klimaschutzziele verfehlen wird, brauchen wir weitere Perspektiven.

Je schneller, desto besser: denn die erneuerbaren Energien werden langfristig deutlich günstiger sein als die Fossilen. Der Umstieg kostet Geld, aber gut gemacht, schafft er viele Arbeitsplätze und reduziert die Klimafolgeschäden.
Und ist die technische Struktur erst einmal gelegt, dann sind unsere Energiequellen immer verfügbar und keiner Verknappung ausgesetzt, wie es derzeit mit den wertvollen fossilen Energien der Fall ist.