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Effizienzsprung für Elektromotoren

Effizienzsprung für Elektromotoren

(29. Dezember 2017) Der Deutsche Umweltpreis wurde in diesem Jahr an die Firma Oswald vergeben. Sie hat einen besonders sparsamen Elektromotor entwickelt. Bis zu 2.000 Stück jährlich liefert die Firma an Maschinenbauer.

Die Motoren wiegen zwischen 50 Kilogramm und 15 Tonnen. Im Vergleich zu normalen Motoren sind sie bei gleicher Leistung deutlich kleiner. „In einem Torquemotor steckt etwa drei- bis viermal so viel Kraft wie in einem Standardmotor.“ Er braucht „keine Übersetzungsglieder wie Getriebe oder Riemen und verbindet problemlos niedrige Drehzahlen und hohe Momente“, so Oswald. In der Anschaffung kosten die Motoren zwar mehr, sie brauchen aber weniger Energie, weniger Material und weniger Platz. Außerdem sind sie wartungsärmer. Der Einspareffekt beim Endkunden sei zweistellig, sagt Oswald. „20, 40, 60 Prozent und mehr gegenüber der vorher auch nicht schlechten Technik. Das ist aus technischer Sicht revolutionär.“ In der deutschen Industrie haben Elektromotoren einen Anteil von 70 Prozent am Stromverbrauch.

Noch müsse bei vielen aber „Überzeugungsarbeit“ geleistet werden. Eine stille Revolution, die aber bald ins Rampenlicht rücken könnte, wenn es nämlich um elektrisch betriebene Autos und Flugzeuge geht. Oswalds Firma baut bereits Spezialmotoren für Nutzfahrzeuge sowie Schiffe und entwickelt nebenbei einen effizienteren Hybrid-Antrieb für Flugzeuge. Denn auch in der Luft lässt sich Energie sparen.