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Wind und PV auf dem Hochhaus

Wind und PV auf dem Hochhaus

(30. März 2017) Kleinwindkraftanlagen auf Gebäuden kämpfen bislang noch mit mehreren Problemen. Eines davon ist die Ästhetik, ein zweites die Rentabilität, ein drittes die Stabilität bei Winddruck. Bei allen dreien setzt die schweizer Erfindung Windrail an. Das hat ihnen eine Urkunde beim Greentec Award eingebracht.

130 Windrail-Anlage / Foto: www.flickr.com/Berliner Stadtwerke/Katja Lohse

Eigentlich trifft die Bezeichnung Windkraftanlage das Konzept des schweizer Startups Anerdgy gar nicht richtig, denn die Schweizer nutzen nicht nur Windkraft, sondern auch Druckunterschiede am Gebäude. Außerdem ernten sie mit ihren Systemen auch noch PV-Energie.

Die Anlagen sind nicht auf dem Dach, sondern fast bündig mit der Fassade am First montiert. Sie sehen ähnlich aus wie eine Lüftungsanlage, die über die Dachkante hinausragt. Der Wind durchströmt eine waagrecht laufende Turbine, die extrem leise sein soll. Durch die waagrechte Montage fällt sie weniger auf, und sie kann nicht nur „normalen“ Wind, sondern auch Strömungen an der Fassade nutzen. Oben drauf sind PV-Module, die mit dem Wind gekühlt werden und deshalb bessere Erträge bringen. Der schweizer Anbieter wirbt mit einer Lebensdauer von 40 Jahren und Stromerzeugungskosten unter 15 Cent/kWh.

In Berlin-Spandau ist bereits eine solche Anlage in Betrieb.