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Provisionsgeschäfte
PV-Anlagen vom Stromversorger

PV-Anlagen vom Stromversorger

(24. Oktober 2017) Die Errichtung einer PV-Anlage ist heute wegen stark gesunkener Anlagenpreise höchst rentabel und attraktiv. Aber die Planung und der Bau sind nicht einfach. Viele technisch nicht versierte Verbraucher scheuen deshalb den Einstieg ins eigene Solarzeitalter. Der Bund der Energieverbraucher hat deshalb mit dem Prosumerzentrum ein besonderes Beratungsangebot für seine Mitglieder bereitgestellt.

Selbst die Stromversorger, die früher PV-Anlagen verhindern wollten, sind inzwischen in das Geschäft eingestiegen. Sie bieten selbst PV-Anlagen an und helfen ihren Kunden gegen Honorar beim Bau solcher Anlagen. Selbst die vier großen Stromkonzerne mischen dabei mit. Denn auch mit dieser Dienstleistung lässt sich kräftig Geld verdienen. Die Stromversorger kooperieren dabei mangels eigener Kompetenz oftmals mit externen Unternehmen, die für die Stromversorger diesen Service anbieten. Beispielsweise die IBC Solar aus Bad Staffelstein, die vor Jahren auch Kooper-ationspartner des Vereins bei der Lieferung von Phönix-Solaranlagen war, oder die EWS aus Handewitt (nicht zu verwechseln mit der EWS Schönau).

Die Versorger bauen jedoch keine eigene Kompetenz auf, sondern stellen gegen Provisionszahlung ihre Kundenbasis zur Verfügung. Die Arbeit wird von spezialisierten Fachfirmen gemacht. Dadurch werden die PV-Anlagen nicht billiger! Im Gegenteil, der längere Vertriebsweg verteuert die Anlagen, die dadurch im oberen Preissegment rangieren.

Mühelos lässt sich also ein Angebot finden, das günstiger ist als das vom Stromversorger. Mitunter legen die Versorger jedoch noch eine Schippe drauf und verlängern die Garantiezeit, bieten eine Versicherung oder eine Ertragskontrolle zusätzlich an. Einige Versorger verknüpfen auch die Stromlieferung mit dem PV-Geschäft.