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Prosumerzentrum: Individuelle Beratung für Mitglieder

Prosumerzentrum: Individuelle Beratung für Mitglieder

Der Bund der Energieverbraucher war mit der Phönix-Solarinitiative in den 1990er Jahren Vorreiter der Energiewende. Doch aus dem zarten Energiewende-Pflänzchen ist ein Urwald aus Gesetzen und technischen Anforderungen für alle Marktteilnehmer erwachsen. Mit einem neuen Angebot hilft der Verein seinen Mitgliedern, den richtigen Weg durch den Dschungel zu finden.

(14. Juni 2017) Wer Strom verbraucht, bezieht ihn meist über das Stromnetz von einem Versorger und bezahlt dafür. Wer hingegen selbst Strom erzeugt und in das Netz einspeist, erhält vom örtlichen Netzbetreiber eine Vergütung. Doch in den vergangenen Jahren sind die Einspeisevergütungen drastisch gesunken.

3238 3239 Haus mit Solardach

Photovoltaik auf dem Dach, Blockheizkraftwerk als stromerzeugende Heizung im Keller, Elektroautoladestation auf dem Hof und Mieterstrom zu den Wohnungen: So komplex können Prosumer-Projekte sein – müssen es aber nicht. Der Verein hilft seinen Mitgliedern bei jeder Art von Vorhaben mit Expertenrat.

Vom Consumer zum Prosumer

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage mit Volleinspeisung war früher einfach aufgrund des zu erwartenden Jahresertrags zu berechnen. Bei heute nur noch rund 12 Cent Einspeisevergütung je Kilowattstunde liegt die Lösung im Selbstverbrauch des erzeugten Stroms. Dadurch verringert sich der teure Strombezug aus dem Netz. Aus einem Verbraucher (engl. „consumer“) wird somit nicht nur ein Erzeuger (engl. „producer“), sondern ein Marktteilnehmer, der beide Rollen gleichzeitig ausfüllt. Diese Konstellation wird Neudeutsch als „Prosumer“ oder „Prosument“ bezeichnet.

Tücken im Detail

Der vorrangige Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom durch einen Energieverbraucher hat aber auch seine Tücken: Erzeugung und Verbrauch müssen zeitlich zusammenfallen. Oder man braucht einen Stromspeicher. Und selbst auf Eigenverbrauch ist inzwischen teilweise EEG-Umlage zu zahlen. Doch was ist nach dem Gesetz überhaupt Eigenverbrauch? Bei einem Zweifamilienhaus wird aus einem Eigenverbraucher schnell ein Energieversorger und bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft wird es noch komplizierter.

Gesetzeswald

Die Gesetze bieten Prosumern leider keine Orientierung. Sie sind vielfach widersprüchlich und werden ständig geändert: Allein das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist in den Jahren 2012, 2014 und zuletzt 2016 grundlegend novelliert worden. Daneben existieren zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen, die auch fortwährend vom Gesetzgeber neu gestrickt werden. Bereits 2012 wurden für das Energierecht 10.550 einzelne Normen gezählt, die es einzuhalten gilt.

Individuelle Fragen

Neben dem rechtlichen Dickicht ist für Hausbesitzer die zentrale Frage: Welche Anlage passt technisch zu meinem Haus und welche Förderungen kommen in Frage? Was taugen die von Handwerkern vorgelegten Angebote und welche Alternativen gibt es? Aber auch nach der Inbetriebnahme kleiner Erzeugungsanlagen stellen sich immer wieder neue Fragen: Brauche ich einen Wartungsvertrag? Ist die Abrechnung vom Netzbetreiber korrekt? Was ist dem Finanzamt zu melden? Wie kann ich den Betrieb meiner Anlage überwachen und optimieren?

198 288 1246 1845 3238 Louis-F. Stahl

Louis-F. Stahl | Mitglied im Vorstand vom Bund der Energieverbraucher e. V. und Vorsitzender der Interessenvertretung BHKW-Forum e. V. für Betreiber stromerzeugender Heizungen.

Prosumerzentrum des Vereins

Pauschale Antworten und Ratschläge auf diese Fragen kann es nicht geben. Die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und das Verbrauchsverhalten von Hausbewohnern sind in jedem Einzelfall vollkommen verschieden.

Der Bund der Energieverbraucher hat deshalb im März 2015 mit der Einrichtung eines „Prosumerzentrums“ begonnen. Techniker, Steuerberater und Juristen helfen Vereinsmitgliedern bei ihren Vorhaben: Von der Bestandsaufnahme, über die Evaluierung der passenden Technik, der Angebotsprüfung bis hin zu Fragen der richtigen Messtechnik und Abrechnung mit dem Netzbetreiber begleiten wir Sie bei Ihren Vorhaben mit Tipps und Hilfestellungen. Und das Beste: Die Beratung ist für Vereinsmitglieder im Beitrag schon enthalten! Das Prosumerzentrum wird geleitet von Louis-F. Stahl, einem in Sachen Technik, Wirtschaftlichkeit und Gesetzesrahmen überaus erfahrenen Experten.

Nutzen Sie unseren Service!

Sie wollen Ihre Heizung modernisieren, planen eine PV-Anlage oder haben andere Fragen an unsere Experten?
Schreiben Sie uns eine Email mit Ihrer Frage an info@energieverbraucher.de oder per Briefpost an den Verein. Je genauer Sie die Rahmendaten zu Ihrem Vorhaben beschreiben, desto besser können wir Ihnen helfen.