drucken Sitemap Seiten-ID: 1081

Daten und Fakten zur Energie

Die allerwichtigsten Zahlen und Daten zur Energieversorgung und zum Energieverbrauch sind hier zusammengestellt und erläutert. Wenn Sie an statistischen Informationen interessiert sind, werden Sie hier fündig.
Wieviel Strom verbraucht ein Haushalt im Durchschnitt?

Im Schnitt verbraucht ein Haushalt 3.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. In den neuen Bundesländern ist der Verbrauch deutlich niedriger. Der Stromverbrauch eines Singlehaushalts ist mit etwa 1.500 Kilowattstunden natürlich viel geringer. Große Familien mit vielen Elektrogeräten verbrauchen dafür spürbar mehr Strom. Eine Kilowattstunde Strom kostet für Haushalte derzeit ca. 24 Cent einschliesslich aller Steuern und Abgaben. Die jährliche Stromrechnung liegt also bei 840 Euro, das sind monatlich etwa 70 Euro. Jeden Tag werden im Schnitt zehn Kilowattstunden Strom im Haushalt verbraucht.

Stromverbrauch und Haushaltsgröße  Computerprogramm zur Bewertung Ihres Stromverbrauchs

Was kann man sich unter einer Kilowattstunde Strom vorstellen?

1081 1116 Hometrainer

  • Auf einem Hometrainer muss man volle zehn Stunden lang strampeln, um eine Kilowattstunde zu erzeugen.
  • Eine Hundert-Watt-Birne brennt mit einer Kilowattstunde Strom zehn Stunden lang.
  • Eine Zehn-Watt-Sparlampe brennt damit hundert Stunden .
  • Eine Herdplatte läuft damit eine halbe Stunde ,
  • ein elektrischer Durchlauferhitzer ganze drei Minuten ,
  • ein Computer oder Fernseher sieben Stunden .
  • In einer Autobatterie kann man eine gute Kilowattstunde Strom speichern.
  • Eine Kamerabatterie speichert eine hundertstel Kilowattstunde .
  • Ein halbes Glas Kölsch voll Benzin oder Heizöl enthält eine Kilowattstunde oder ein Glas voll Flüssiggas.

1081 1116 Glas mit Kölsch

  • Drei Glas Kölsch voll mit Holzpellets enthalten eine Kilowattstunde.
  • Die Sonne liefert im Hochsommer auf einen Quadratmeter Boden  während 45 Minuten  eine Kilowattstunde Energie.

Jeder deutsche Haushalt verbraucht im Schnitt jeden Tag zehn Kilowattstunden Strom

Welcher Anteil des Energieverbrauchs entfällt auf Strom?

Obwohl Strom die teuerste und am meisten umweltbelastende Energie ist, macht Strom nur ein Fünftel des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Der überwiegende Teil des Energieverbrauchs entfällt also auf Öl, Gas und Kohle.

Was ist Endenergie?

Endenergie ist direkt nutzbare Energie wie Heizöl, Benzin oder Strom. Endenergie muss erst durch Umwandlung von Primärenergie bereitgestellt werden: Das Heizöl und das Benzin aus Erdöl, der Strom aus Kohle usw. Bei dieser Umwandlung geht viel Energie verloren. Die Energie vor der Umwandlung, also Kohle, Erdöl usw. nennt man Primärenergie. Für die Herstellung einer Kilowattstunde Strom braucht man drei Kilowattstunden Primärenergie. Strom ist also teuer, wertvoll und umweltbelastend in der Herstellung. Im Energieflussdiagramm kann man für jeden einzelnen Energieträger nachverfolgen, wo er herkommt, wie er umgewandelt wird und wo er schließlich Verwendung findet. Aus der Endenergie Strom wird die Nutzenergie Licht, wenn man den Lichtschalter anknipst.

Wieviel Energie verbraucht man für die Heizung?

Je Quadratmeter Wohnfläche braucht man zwischen 100 und 200 Kilowattstunden Heizenergie jährlich. Das sind 10 bis 20 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas. Für eine 100 qm-Wohnung braucht man also jährlich 1.000 Liter Heizöl. Die Kilowattstunde Heizöl oder Gas kostet gut 6 Cent im Gegensatz zum Strom, der 23 Cent kostet. Damit kostet die Heizung der 100 qm Wohnung 600 Euro im Jahr, wenn mit Öl oder Gas geheizt wird.

Der Durchschnittshaushalt gibt 718 Euro jährlich für Heizung und Warmwasser aus. Obwohl die dreifache Energie für die Heizung gebraucht wird, kostet die Heizung nur halb so viel wie der gesamte Stromverbrauch, weil Strom viermal so teuer ist. Sparsame neue Häuser verbrauchen statt 100 Kilowattstunden nur 30 Kilowattstunden je Quadratmeter (Niedrigenergiehaus) und Jahr oder sogar nur 10 Kilowattstunden (Passivhaus). Weil ein Liter Öl zehn Kilowattstunden Energie enthält, spricht man vom Drei-Liter-Haus oder vom Ein-Liter-Haus.

Man könnte also die Häuser mit einem Bruchteil der Energie beheizen, die man heute dafür aufwendet. Auch beim Strom könnten die Haushalte ohne Komforteinbußen mit zwei Dritteln des heutigen Verbrauchs auskommen, wenn der Strom effizienter genutzt würde. Allein für unnütze Bereitschaftsverluste verbraucht jeder Haushalt im Schnitt 400 kWh, weitere 700 kWh gehen für uneffiziente Heizungspumpen, Haushaltsgeräte und Computer verloren.

Der Komfort steigt ständig durch neue Elektrogeräte, größere Wohnungen, stärkere Autos. Wie entwickelt sich da der Energie- und Stromverbrauch insgesamt?

Der Energieverbrauch wird üblicherweise auf die Einwohnerzahl oder die hergestellten Güter, das Bruttosozialprodukt bezogen. Der Primärenergieverbrauch pro Kopf ist in Deutschland in den letzten 15 Jahren ganz grob gesagt unverändert geblieben. Der Primärenergieverbrauch je hergestelltem Produkt ist seit 1990 etwa um 15% gesunken. Der Stromverbrauch der Haushalte in Deutschland steigt etwa um 0,8 % jährlich.

Welchen Anteil seines Einkommens gibt ein Durchschnittshaushalt für Energie aus?

Der Durchschnittshaushalt gibt drei Prozent seines verfügbaren Einkommens für Strom und Heizung aus, fast drei Prozent kommen für Benzin noch dazu. Sozial schwächere Haushalte mit geringerem Einkommen geben etwa ein Prozent mehr ihres Einkommens für Energie aus. Bei der Industrie machen die Energiekosten etwa drei Prozent aller Kosten aus. In einigen Branchen (Hotels z.B.) liegt dieser Anteil höher, z.B. bei 12%.

Segment-ID: 2250