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Daten und Statistiken - News
20% der Städte "Stromverschwender"
(15. Februar 2012) Deutsche verbrauchen pro Jahr 1852 kWh Strom, doch es gibt große Unterschiede. Das ergab eine Auswertung des Leipziger Portals www.preisvergleich.de in 120 Städten unter 120.000 stichprobenartig ausgewählten Stromvertragsabschlüssen, die von 2009 bis 2011 online über das Portal bei Stromversorgern abgeschlossen wurden.
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Haushaltsgrößen wurde aufgrund der Vertragsangaben der Pro-Kopf-Verbrauch pro Stadt ermittelt. Die Ergebnisse klassifizieren sich in drei Gruppen: "Stromsparer" verbrauchen 10% weniger als der ermittelte Durchschnitt, also unter 1667 kWh, "Stromverschwender" um 10% mehr, also über 2037 kWh.
Normal-Stromverbraucher sind im Mittel. Die größten "Stromverschwender" leben in Aschaffenburg, Oldenburg und Osnabrück. Die Aschaffenburger verbrauchen fast ein Viertel mehr Strom als der deutsche Schnitt. Ähnlich sieht es in Oldenburg mit 22,3%, Osnabrück mit 22,1% und Ludwigshafen mit 20,7% mehr aus.
Weitere "Stromverschwender" sind Regensburg, Trier, Bamberg, Aachen, Wolfsburg, Erlangen, Saarbrücken, Bayreuth, Karlsruhe, Passau, Celle, Darmstadt, Fürth, Hannover, Reutlingen, Marburg, Hanau, Moers, Münster und Straubing.
"Stromsparer" sind 17% der untersuchten Städte, insgesamt 20: Erster ist Neubrandenburg mit 25,1% weniger Verbrauch vor Gera und Erfurt mit je 24,9% weniger. Weitere "Stromsparer" sind Garmisch-Partenkirchen, Schwerin, Jena, Suhl, Rostock, Magdeburg, Pirmasens, Baden-Baden, Frankfurt/Oder, Dessau-Roßlau, Ingolstadt, Cottbus, Kiel, Zwickau, Leipzig, Leverkusen und Dresden.
Unterm Strich zeigt der Vergleich, dass Westdeutsche bis ein Drittel mehr Strom als Ostdeutsche verbrauchen. In einem guten Mittelfeld befinden sich Stuttgart und München mit je 8,5% weniger als der Schnitt vor Hamburg mit 4,5% und Frankfurt am Main mit 4,0% weniger – interessanterweise Städte mit dem höchsten durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen.
Im Schnitt verdienen aber die Bürger in "Stromverschwender"-Städten 5,5% mehr als der deutsche Durchschnitt. Bei den "Stromsparern" verfügen die Haushalte im Schnitt um 9,9% weniger Geld.
Studien zum Energieverbrauch veröffentlicht
(15. Dezember 2011) Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie untersuchen das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und die forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH den Energieverbrauch im Bereich der privaten Haushalte. Für den Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) führt daneben ein Konsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe (ISI) diese Untersuchung aus. Jetzt liegen die Zwischenberichte mit den Ergebnissen für die Jahre 2006 bis 2008 vor.
Im Rahmen der Untersuchung von RWI/forsa nahmen mehr als 6700 private Haushalte an einer repräsentativen, bildschirmgestützten Befragung teil, um den Verbrauch einzelner Energieträger wie Strom, Heizöl oder Erdgas zu ermitteln. Die Ergebnisse wurden anschließend auf alle deutschen Haushalte hochgerechnet. Bei der Studie für den GHD-Sektor wurden stichprobenartig und auf freiwilliger Basis etwa 2.000 Dienstleistungsunternehmen und Gewerbetreibende befragt und die Ergebnisse anschließend ebenfalls auf Deutschland hochgerechnet.
Die Erhebungen sind unter anderem erforderlich, um die Datenbasis für das Monitoring der Energieeffizienzziele im Rahmen der nationalen und europäischen Energiepolitik zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Studien dienen aber auch der Identifizierung von Energieeinsparpotentialen im Bereich der privaten Haushalte und des Gewerbesektors.
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