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Daten und Statistiken - News


Segment-ID: 6352

Deutsche schätzen Energieverbrauch oft falsch ein

(9. Oktober 2013) Viele Deutsche schätzen nach einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) ihren Energieverbrauch falsch ein. 38 Prozent der Befragten denken, dass die meiste Energie im Haushalt für den Betrieb von Elektrogeräten benötigt wird. Durchschnittlich machen Elektrogeräte allerdings nur neun Prozent des Energieverbrauchs in privaten Haushalten aus. Der Löwenanteil von 57 Prozent geht auf das Konto von Heizung und Warmwasserbereitung. Besonders die jüngeren Befragten schätzten den Energieverbrauch von Elektrogeräten deutlich zu hoch und den Verbrauch der Heizung zu niedrig ein.

Das Meinungsforschungsunternehmen TNS Emnid befragte Anfang 2013 im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bundesweit rund 1.000 Privathaushalte in telefonischen Interviews zum Thema Energieverbrauch.

Segment-ID: 14021

Erneuerbare Energien befeuern immer mehr Heizungen

(9. Oktober 2013) Die Deutschen heizen ihre Haushalte immer mehr mit Erneuerbaren Energien. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhte sich deren Verbrauch entgegen dem allgemeinen Trend zur Einsparung von Heizenergie zwischen 2005 und 2012 – bereinigt um Temperaturschwankungen – um 56,7 Prozent. Der Verbrauch von Haushaltsenergie verringerte sich in diesem Zeitraum um insgesamt 4,8 Prozent der Verbrauch von Heizenergie um 8,4 Prozent.

An erneuerbaren Energien werden überwiegend Brennholz in Form von Zusatzheizungen und zunehmend auch Pelletheizungen als vollwertiges Heizsystem verwendet. Deren Anteil betrug im Jahr 2012 zusammen noch fast 90 Prozent der gesamten genutzten erneuerbaren Energien. Der Rest entfällt auf die Solarthermie und die Wärmepumpen.

Die erneuerbaren Energieträger haben ihren Anteil auf dem Wärmemarkt zu Lasten der Mineralöle und von Erdgas steigern können. Der Einsatz von Mineralöl – insbesondere von leichtem Heizöl – verringerte sich zwischen 2005 und 2012 um 25,7 Prozent. Der Verbrauch von Erdgas sank ebenfalls deutlich um 9,5 %. Dagegen ist der Verbrauch von Fernwärme und von Kohlen wie bei den erneuerbaren Energieträgern deutlich angestiegen. Der Stromverbrauch weist seit 2005 nur leichte Rückgänge auf.

Die meiste Energie wird in den Haushalten fürs Heizen gebraucht. 2012 wurden 70,3 Prozent der gesamten Haushaltsenergie dafür eingesetzt. Der Energieverbrauch für Raumwärme ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Er war im Jahr 2012 um 8,4 Prozent geringer als 2005. Der Rückgang gegenüber 2005 ergab sich trotz einer gestiegenen Zahl von Haushalten (+ 4,5 Prozent) und einem Zuwachs an Wohnfläche (+ 3,6 Prozent). Diese Faktoren wurden jedoch durch den reduzierten Energieverbrauch je Quadratmeter Wohnfläche (– 8,1 Prozent) mehr als ausgeglichen.

In anderen Anwendungsbereichen ist der Energieverbrauch der privaten Haushalte dagegen nur leicht gesunken. Im Bereich der elektrischen Haushalts- und Kommunikationsgeräte ist der Energieverbrauch sogar angestiegen (+ 4,7 Prozent). Grund hierfür ist die steigende Zahl an Geräten und deren erhöhte Nutzung.

Energieverbrauch der privaten Haushalte für Wohnen1
Energieträger und Anwendungsbereiche 2005 2010 2011 20122 2012
zu
2011
2012
zu
2005
  Milliarden Kilowattstunden Veränderung in %
Energieträger 
 Mineralöl 175 142 132 130 – 1,1 – 25,7
 Gas 276 257 257 250 – 2,7 – 9,5
 Strom 141 140 138 137 – 0,5 – 2,9
 Fernwärme 42 46 49 48 – 2,7 13,5
 Kohle 9 13 17 14 – 16,9 62,9
 Biomasse (Brennholz) und sonstige EE3 53 77 83 84 1,1 56,7
 Insgesamt 697 675 675 663 – 1,8 – 4,8
Anwendungsbereiche 
 Raumwärme 509 476 479 466 – 2,6 – 8,4
 Warmwasser 79 85 85 84 – 0,2 6,5
 Kochen, Trocknen, Bügeln 40 42 41 41 0,8 2,2
 Haushaltsgeräte (inklusive Kommunikation) 56 60 59 59 0,2 4,7
 Beleuchtung 12 13 13 13 0,3 1,4
 Insgesamt 697 675 675 663 – 1,8 – 4,8
 nachrichtlich: 
 nicht temperaturbereinigt 704 732 640 667 4,3 – 5,2
  Kilowattstunden Veränderung in %
Energieverbrauch je Haushalt 17 910 16 755 16 696 16 304 – 2,3 – 9,0

1 Berechnungen nach Angaben des Bundesverbandes für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW), des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Die Angaben aus der Energiebilanz wurden temperaturbereinigt und beim leichten Heizöl wurden Lagerbestandsveränderungen herausgerechnet.
Die prozentualen Veränderungsraten beziehen sich auf ungerundete Werte.

2 Vorläufige Angaben.

3 Solarthermie und Wärmepumpen.

Segment-ID: 14018

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