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Daten zum Energieverbrauch
Jeder fünfte Haushalt heizt mit Holz. Jeder 25. Haushalt hat eine thermische Solaranlage auf dem Dach. Das hat eine Studie herausgefunden, die rund 8.000 Verbraucher befragte.
(14. September 2006) - Jeder fünfte Haushalt in Deutschland setzt Brennholz ein, 4,4 Prozent nutzen Solarkollektoren, 2,1 Prozent verfügen über eine Wärmepumpe und 0,9 Prozent sind mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Erhebung des Energieverbrauchs der privaten Haushalte für das Jahr 2003" vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) und forsa im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Studie aktualisiert eine ähnliche Befragung durch das ISI-Institut für das Jahr 2001 (ED 3/2004, Seite 13).
Im Rahmen der Studie nahmen rund 8.000 private Haushalte an einer Befragung zu verschiedenen Aspekten ihres Energieverbrauchs teil. Die Ergebnisse wurden anschließend auf alle deutschen Haushalte hochgerechnet. Danach leisten Heizöl und Erdgas den größten Beitrag zur Energieversorgung der Haushalte. Mit einigem Abstand folgen Fernwärme und Strom. Die Studie zeigt auch auf, dass Haushalte in Ostdeutschland im Schnitt rund acht Prozent weniger Strom verbrauchen als westdeutsche Haushalte.
Nach Ansicht der Autoren liegt dies zum Teil in der umfangreicheren Ausstattung mit Elektrogeräten und zum Teil im Verhalten der Verbaucher begründet. So ist Kochen mit Strom in ostdeutschen Haushalten etwas weniger verbreitet (87 Prozent) als in westdeutschen (99 Prozent). Bei den Geräten sind es vor allem Nachtspeicherheizungen (Mehrverbrauch von 9.800 Kilowattstunden beziehungsweise 2.000 Euro) und Klimaanlagen (1.100 Kilowattstunden beziehungsweise 200 Euro), die den Stromverbrauch eines Haushalts in die Höhe treiben. Insgesamt nutzt knapp ein Drittel der Haushalte Strom zumindest gelegentlich zu Heizzwecken.

Autos: 8,3 Liter Durchschnittsverbrauch
In der Erhebung wurden auch Daten zur PKW-Nutzung der privaten Haushalte erhoben. 80 Prozent der von den Haushalten genutzten Fahrzeuge werden mit Benzin betrieben; der durchschnittliche Verbrauch pro 100 km liegt hier bei 8,3 Litern. Dieselfahrzeuge, die etwa 20 Prozent des PKW-Bestandes stellen, verbrauchen mit 7,1 Liter pro 100 Kilometer deutlich weniger. Die durchschnittliche jährliche Fahrleistung zu privaten Zwecken liegt bei 10.600 Kilometern (Benzin) beziehungsweise 14.400 Kilometern (Diesel). Die Erhebung dient dazu, die unzureichende Datenbasis zum Energieverbrauch der privaten Haushalte zu verbessern. Sie soll künftig in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.


