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Der Energieverbrauch im Überblick
Wofür verbrauchen wir wie viel Energie? Was kostet das? Wo lässt sich Energie einsparen? Auf diese einfachen Fragen soll hier eine Antwort gegeben werden. Es zeigt sich, dass vor allem das Auto die Energiekosten bestimmt.
Der deutsche Durchschnittshaushalt umfasst zwischen zwei und drei Personen. Er wohnt in einem Zwischending zwischen einer Wohnung und einem Einzelhaus. Für Einfamilienhausbewohner liegen die Heizverbräuche deshalb höher als hier angegeben. Wohnungsmieter verbrauchen entsprechend weniger Energie für die Heizung. Zu den hier betrachteten direkten Verbräuchen im Haushalt und Verkehr kommen pro Person noch 140 Prozent Energieverbrauch in Industrie, Handel und Gewerbe hinzu.

Der gesamte jährliche Primärenergieverbrauch Deutschlands ergibt umgelegt auf die Einwohnerzahl 48.000 Kilowattstunden pro Nase.
Die Zahlen in der Tabelle basieren auf der Untersuchung von forsa/RWI für das Jahr 2003. Die Energiepreise wurden auf das Niveau von 2006 aktualisiert.
Die Heizung ist ganz ohne Zweifel der größte Energieverbraucher: Sie verbraucht 52 Prozent der Energie. Das Auto aber ist der teuerste Energieverbraucher. Die Jahresfahrleistung eines Zweipersonenhaushalts liegt bei 11.300 Kilometern. Wegen der relativ hohen Benzinpreise ist das Auto für einen großen Teil der Energiekosten eines Haushalts verantwortlich. Sind zwei Autos im Haushalt, dann werden die Autos sogar zum größten Energieverbraucher. In dieser Rechnung sind nur die reinen Benzinkosten berücksichtigt. Wertverlust, Reparaturen, Steuern und Versicherung wurden hier ausgeklammert und würden den Kostenanteil noch deutlich erhöhen.
Bei den Einsparungen wurden bei der Heizung die Zusatzinvestitionen einer energetischen Dämmung von Dach, Wand und Fenster sowie eine Heizungserneuerung für ein Einfamilienhaus angenommen (vergleiche Cost Effective Climate Protection, Ecofys 2005).
Die Kosten/Nutzen-Relation ist beim sparsamen Auto am höchsten, gefolgt von sparsamen Hausgeräten. Beim Heizen und Warmwasser sind die Amortisationszeiten zwar lang. Bei steigenden Energiepreisen und einer dynamischen Wirtschaftlichkeitsberechnung ergibt sich durchaus eine Rentabilität.


