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Keine Erhöhung der Gaspreise
(29. September 2004) - "Alle reden über steigende Energiekosten, aber keiner tut was!" - Nicht so im fränkischen Dinkelsbühl, denn die Stadt wird sich nicht an der kürzlich eingeläuteten Preisrunde zur Erhöhung der Erdgaspreise beteiligen. Dabei kommt der Kommune zugute, dass stadteigene Werke die Bevölkerung mit Strom, Wasser, Wärme und eben auch - über die angegliederte Erdgas GmbH - mit Gas versorgen. Bisher folgten die Stadtwerke mit ihrer Preispolitik beim Erdgas den Vorgaben der großen Zulieferer; im Falle Westmittelrankens ist dies die N-Ergie mit Sitz in Nürnberg.
"Mit mir
nicht", war jedoch die Reaktion von Oberbürgermeister Dr.
Christoph Hammer auf die Ankündigung einer Preiserhöhung
beim Erdgas zum 1. Oktober. Um 0,29 Cent pro Kilowattstunde sollte
sich die als umweltfreundlich gepriesene Energie verteuern.
Das Stadtoberhaupt verweigerte seine Unterschrift unter diese Preisrunde, die Stadtwerke - und damit letztendlich der städtische Haushalt - werden mit geringeren Einnahmen leben müssen. "Unsere Bürgerinnen und Bürger werden in vielen Bereichen des täglichen Lebens schon genug belastet", ist Dr. Hammers Meinung.
Und er will mit seiner Verweigerung im Stile von "David gegen Goliath" ein deutliches Zeichen setzen in Richtung Berlin und in Richtung Energiekonzerne. "Die unsinnige Koppelung des Erdgas- an die Rohölpreise, eine fehlende wirksame Kontrolle durch die Kartellbehörden verlangen schon lange nach einer politischen Lösung aus Berlin," ist der Kommunalpolitiker überzeugt.
"Nicht mit uns" war dann auch das Motto auf den vielen gelben Fähnchen, die über Nacht in der Stadt auftauchten und den Protest gegenüber einer undurchsichtigen Preispolitik der großen Monopolisten sichtbar machten.
Hier erfahren Sie mehr über Preiserhöhungs-Verweigerer aus Dinkelsbühl: www.dinkelsbuehlplus.de



