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E.ON verschnupft Die E.ON Hanse AG, Quickborn, klagt über eine Verunglimpfung ihres Vorstandschefs.

E.ON verschnupft

[23. November 2005] Die E.ON Hanse AG, Quickborn, klagt über eine Verunglimpfung ihres Vorstandschefs. Um gegen eine neuerliche Preiserhöhung mobil zu machen, hatte die Hamburger Regionalausgabe der "Bild" Hans-Jakob Tiessen in einer Montage neben der Schlagzeile "Hamburg wehrt sich! Schluß mit der Gaspreis-Abzocke" mit blutigen Vampirzähnen und überlangen, spitzen Fingernägeln versehen. Im Text hieß es, Tiessen bzw. "Raffzahn" habe wegen der erneuten Verteuerung die "Rote Karte" verdient. Es folgten Fotos und Kurzstatements von 65 Bürgern, darunter auch lokale Prominenz.

Das alles habe nichts mehr mit sachlicher Berichterstattung zu tun, klagt das Unternehmen. Das Blutsaugerbild sei eine persönliche Verunglimpfung. Es sei nicht hilfreich, die Debatte so zu emotionalisieren.

Nach früheren Berichten will E.ON Hanse den Gaspreis für rund 500 000 Privatkunden in und um Hamburg zum 1. Januar um bis zu 20% verteuern. Das wäre die vierte Erhöhung des Unternehmens in anderthalb Jahren. E.ON Hanse verteidigt sich, das Unternehmen verdiene nicht zusätzlich an der Erhöhung, sondern reiche nur die gestiegenen Einkaufskosten an die Kunden durch.

Inzwischen hat E.ON Hanse bekanntgegeben, denn Gaspreis ab Januar 2006 um 10% anzuheben.

letzte Änderung: 19.04.2023