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Gaspreiserhöhung von 13 Prozent WDR- Gaspreistabelle zeigt Preisunterschiede von 48%

Update der WDR-Gaspreistabelle zeigt dramatische Gaspreiserhöhungen.

(9. August 2005) Im Lauf dieses Sommers bricht der Preisanstieg beim Erdgas alle Rekorde. Zwischen erstem Juli und 1. August sind bei mehr als einhundert deutschen Gasversorgern neue Preise in Kraft getreten. Viele hatten auch schon im Mai und Juni die Preise erhöht, doch das Ausmaß des Preisanstieges unterscheidet sich mehr denn je. In Dresden und Regensburg müssen die Bürger seit Juli 2004 Preiserhöhungen von insgesamt fast 25 Prozent verkraften. Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh pro Jahr, für eine vierköpfige Familie im Reihenhaus oder auch Bewohner eines Altbaues mit Gasetagenheizung, bedeutet das eine Mehrbelastung von rund 250 Euro pro Jahr.

Im Bundesdurchschnitt stieg der Gaspreis innerhalb dieses einen Jahres um rund 13 Prozent. Eine ganze Reihe von Gasversorgern begnügte allerdings sich mit deutlich kleineren Aufschlägen. Einige blieben gar unter fünf Prozent.

Überraschend: Obwohl als Grund der Preiserhöhung überall die Ölpreisbindung genannt wird, liegt sich der Preisanstieg im Lauf eines Jahres je nach Ortslage und Region zwischen 5 und knapp 25 Prozent.

Auch die Unterschiede im effektiv gezahlten Preis sind enorm:

  • Am billigsten ist Gas derzeit in den niedersächsischen Orten Stade und Achim, (870 bzw 872 Euro pro Jahr)
  • am teuersten in Leipzig (1288.-) und Chemnitz (1273.-)
  • Der Preisunterschied zwischen billigstem und teuerstem Anbieter beträgt damit gut 48 Prozent.


Die in Nordrhein-Westfalen verlangten Preise liegen im Mittelfeld der Tabelle, allerdings unterscheiden sie sich auch hier teilweise dramatisch: Herten (1147.- Euro ) und Münster (1145.- Euro) liegen am oberen Ende der Preistabelle, Bünde (957.-) und Lippstand (958.-) verkaufen das Gas am preiswertesten. Auffällig ist auch in NRW wie unterschiedlich sich die Ölpreisbindung insgesamt auszuwirken scheint. Bei den Stadtwerken Minden stieg der Gaspreis innerhalb eines Jahres um 22 Prozent. In Ahaus dagegen bislang nur um 5,75 Prozent.

Mit der Gaspreistabelle veröffentlichten die WDR-Redaktionen markt und Plusminus im November 2004 erstmals die Preise weitgehend aller in Deutschland vorhandenen Gasanbieter und machte sie damit erstmals allgemein vergleichbar. Sie erscheint nun in der dritten Version und umfasst die Daten von mehr als 650 deutschen Gasversorgungsunternehmen.

letzte Änderung: 19.04.2023