Alles nur Berliner Luft?
(31. Januar 2006) Nach zwei Preiserhöhungen Anfang Oktober und Januar veröffentlichte die Berliner Gasag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen die Zusammensetzung ihrer Tarife für Haushaltskunden.
Verbraucherschützer kritisieren, die Daten seien wertlos, da man die Einzelposten nicht nachprüfen könne. Wirkliche Transparenz gebe es nur, wenn das Unternehmen sage, wo und zu welchen Konditionen es Erdgas einkaufe, so der Bund der Energieverbraucher.
Außerdem müsse aufgegliedert werden, wie sich die Netzkosten zusammensetzten und wie das Unternehmen die Kosten auf Haushalts- und Industriekunden verteilt. Sonst könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Gasag Haushalte überdurchschnittlich belaste und Industriekunden schone. Im Geschäft mit Großabnehmern existiere nämlich bereits ein harter Wettbewerb.