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Iran-Krise gefährdet Aufschwung - Ölpreisbindung sorgt für doppelte Gefahr "Weil der Gaspreis an den Ölpreis gebunden ist, handelt es sich sogar um ein doppeltes Risiko", erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos

Iran-Krise gefährdet Aufschwung - Ölpreisbindung sorgt für doppelte Gefahr für die Energiepreise

(6. Februar 2006) In Deutschland wächst die Sorge, dass eine Eskalation des Atomstreits mit dem Iran den Spritpreis in die Höhe treiben und den Aufschwung ernsthaft gefährden könnte. Energieexperten befürchten einen Anstieg des Ölpreises von derzeit 60 auf bis zu 80 Dollar pro Barrel innerhalb weniger Wochen.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zeigte sich am Wochenende alarmiert über die Entwicklung und sprach von einem Risiko für die Energiepreise. Vor diesem Hintergrund warnte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger vor den Folgen für die Konjunktur in Deutschland, die nach Expertenschätzungen 2006 um bis zu 2 Prozent wachsen soll.

"Natürlich schafft die Iran-Krise auch ein Risiko für die Energiepreise in Deutschland", sagte Glos der "Bild am Sonntag". "Weil der Gaspreis an den Ölpreis gebunden ist, handelt es sich sogar um ein doppeltes Risiko", erklärte der CSU-Politiker.

Das Bundeskartellamt vertritt schon seit längerer Zeit die Auffassung, dass die Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis unsinnig ist, und sogar ökonomisch wie ökologisch falsch.

letzte Änderung: 19.04.2023