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Explodierende Energiepreise offenbaren Politikversagen 70 Bürgerinitiativen und Verbraucherzentralen haben am Wochenende in Bonn auf Einladung des Bundes der Energieverbraucher getagt.
Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.

Explodierende Energiepreise offenbaren Politikversagen

(22. Januar 2006) 70 Bürgerinitiativen und Verbraucherzentralen haben am Wochenende in Bonn auf Einladung des Bundes der Energieverbraucher getagt.

Milliardenbeträge fließen derzeit den Energiekonzernen ungerechtfertigt zu und werden von diesen für die Erweiterung ihrer Monopolstrukturen verwendet. Z.B. zahlen die Verbraucher jährlich 18 Milliarden Euro für die Nutzung der Stromnetze. Investiert werden von der gesamten Stromwirtschaft aber nur zwei Milliarden Euro (lt. Angaben des Branchendachverbandes der Stromwirtschaft).

Der Bund der Energieverbraucher schätzt, dass Verbraucher monatlich mindestens eine Milliarde Euro zuviel für Gas und Strom bezahlen. Die Gewinne der Energieversorger wachsen ebenso rasch wie die Energiepreise.

Allein in den vergangenen drei Jahren wurde der Binnenwirtschaft damit Kaufkraft in Höhe von etwa 36 Milliarden Euro entzogen. Das Genshagen-Programm der Bundesregierung nimmt sich dagegen bescheiden aus.

Parlament und Regierung waren bislang unfähig, Bürger und Wirtschaft vor überhöhten Energiepreisen zu schützen.

Zu hohe Energiepreise brauchen Bürger aber nicht zu akzeptieren. Das haben in den vergangenen Monaten hunderttausende von Protestkunden und vielen Gerichten bestätigt, zuletzt das Landgericht Heilbronn. Informationen unter www.energiepreise-runter.de

Die Bundesregierung wird aufgefordert, aus ihrer Lethargie zu erwachen. Die unrechtmäßig bei den Verbrauchern abkassierten Milliarden müssen der deutschen Volkswirtschaft wieder zugeführt werden. Künftige Preiserhöhungen müssen wirksam begrenzt werden. Die Verbraucherinteressen müssen im Zentrum des Energiegipfels im April 2006 stehen. Denn die entfesselte Kaufkraft kann die Wirtschaft nachhaltig nach oben reißen.

letzte Änderung: 19.04.2023