Gasag legt Kalkulation teilweise offen
Verbraucherschützer: Daten sind ohne jeden Wert
(30. Januar 2006) "Der Berliner Energieversorger Gasag hat Details seiner Gaspreis-Kalkulation veröffentlicht. In Zeitungsanzeigen legte das Unternehmen am Wochenende dar, wie sich der Bezugspreis für einen durchschnittlichen Haushaltskunden in den Jahren 2004 und 2005 zusammensetzte. Demnach stiegen die Beschaffungskosten sowie die staatlichen Abgaben deutlich an. Die Netzkosten bleiben gleich, während Vertriebskosten und Handelsmarge sanken.
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Beim Landgericht Berlin ist eine Sammelklage von Gasag-Kunden gegen die Preispolitik des Unternehmens anhängig.
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Nach Auffassung von Verbraucherschützern geht die Veröffentlichung der Preiskalkulation nicht weit genug. "Die Daten sind ohne jeden Wert. Die Kunden können die einzelnen Posten nicht nachprüfen", sagte der Chef des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, der Berliner Zeitung. Transparenz könne es nur geben, wenn das Unternehmen erläutert, wo und zu welchen Konditionen es Erdgas einkauft. "Es müsste überdies aufgegliedert werden, wie sich die Netzkosten zusammensetzen."
Peters forderte auch Auskunft darüber, wie die Gasag ihre Kosten auf Haushalts- und Industriekunden verteilt. Solange Angaben dazu fehlten, könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Unternehmen die Haushalte überdurchschnittliche belastet und die Industriekunden schont."
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