Archiv

Oldenburg. Gaspreisinitiativen stimmen sich ab Der Widerstand gewinnt an Fahrt. Um sich besser koordinieren zu können, treffen sich am 28. Januar zehn Initiativen aus der Region in Oldenburg

Gaspreisinitiativen stimmen sich ab

(9. Januar 2006) Laut der OldenBürger Gaspreisinitiative hat die EWE in den vergangenen Tagen verstärkt Mahnungen mit Fälligkeit zum 2. Januar an Haushalte in der Region geschickt, die die Gaspreiserhöhung verweigert haben. Im Januar wollen sich mehrere Initiativen in Oldenburg treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Unterdessen hat ein Gutachten dem Energieversorger faire Preise attestiert.

Auftraggeber war die EWE selbst. Auf Anfrage des HR, ob das Gutachten oder Teile davon einsehbar wären, teilte die EWE mit, "dass das Gutachten für juristische Zwecke und nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist". Laut Gaspreisinitiative sei das Gutachten lediglich eine Beruhigungspille für den Verbraucher.
Unterdessen hat es den Anschein, als wolle die EWE den Druck auf säumige Zahler erhöhen. "Zahlungsverweigerer haben verstärkt Post mit Mahnungen und Klagedrohungen im Postkasten. Die EWE will gucken, wer dann zahlt und wer am Ende noch übrig bleibt", vermutet Gerd Marxen von der Initiative. Bundesweit hätten bislang 17 Prozent aller Gaskunden die Erhöhung verweigert. Die EWE geht selbst von rund einem Prozent ihrer Kunden aus. "Auch in unserer Region sind es sehr viele, zumal juristisch kaum etwas passieren kann. Sollte am Ende jemand verlieren, zahlt er nur die Differenz", sagt er.
...
In dem Streit zwischen Versorgern und Initiativen geht es nach wie vor um die einfache aber teure Frage, ob die Erhöhung nach § 315 Bürgerliches Gesetzbuch recht und billig ist oder nicht.
Während eine endgültige juristische Klärung weiter aussteht, verliert der "organisierte Widerstand" der Initiativen entgegen aller Vermutungen nicht an Fahrt.
Im Gegenteil
: im Januar wird die Initiative Mitglied im Bundesverband der Energieverbraucher.
"Der Zulauf beispielsweise an den Ständen in der Innenstadt und bei den regelmäßigen Treffen ist sehr groß, und wir haben inzwischen Mitgliede mit viel Potenzial und Wissen," sagt Marxen.

Um sich besser koordinieren zu können, treffen sich am 28. Januar zehn Initiativen aus der Region in Oldenburg. Dort soll es unter anderem um weitere Aktivitäten und mögliche Sammelklagen gegen die EWE gehen. Hierzu wurde Günter Reisner, für die CDU Mittelstandsvereinigung Mitglied im bundesweiten Arbeitskreis Energie und Umwelt, eingeladen. Der Energieexperte gilt als hartnäckiger und fundierter Gegner gegen die explodierenden Energiekosten.

zum ganzen Artikel . . .

letzte Änderung: 19.04.2023