Stromkonzern selbst kaufen

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Thüga ohne Genossen

(10. September 2010) Die Freiburg-Schönauer Genossenschaft Energie in Bürgerhand, kurz EiB, wird nicht bei der Thüga Holding einsteigen.

Die Mehrheit der Thüga-Gesellschafter lehnte den Einstieg ab. Die EiB hatte seit März 2009 rund 28 Millionen Euro gesammelt, um einen Anteil der Thüga zu kaufen. Ziel war es, Einfluss auf die Unternehmenspolitik zu nehmen. Die EiB will das Geld nun für ein Nachfolgeprojekt einsetzen.

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Stromkonzern selbst kaufen

Bürgerzusammenschluss will Thüga erwerben

(9. Juni 2009) Die Energiekonzerne scheinen groß, mächtig und manchmal unbesiegbar. Doch jetzt gibt es die Chance einen Anteile an 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden zu kaufen und über deren Energieversorgung mitzubestimmen. Schon ab 500 Euro ist eine Beteiligung möglich. 

Weitere Informationen: www.energie-in-buergerhand.de.

Vertragsformular

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Zum Flyer "Energie in Bürgerhand"

Um einer Zwangsentflechtung durch das Kartellamt vorzubeugen, will E.ON seine Tochter Thüga, in der Beteiligungen an den Stadtwerken gebündelt sind, bis zum Sommer 2009 verkaufen.

Das Zeitfenster für eine Thüga-Beteiligung ist also klein – aber es ist eine einmalige Chance.

Der geschätzte Wert der Thüga liegt bei rund 4 Milliarden Euro. Schon jetzt haben sich zwei Gruppen aus Stadtwerken und kommunalen Versorgern zusammengetan, um rund 60-70 Prozent der Thüga- Anteile zu erwerben. Weitere Stadtwerke haben ihr Interesse bekundet und auch wir wollen mit einer möglichst hohen Beteiligung einsteigen.

So können es Bürger und Kommunen schaffen, den Energieriesen ein Schnippchen zu schlagen und das fünftgrößte Energieunternehmen in Deutschland zu übernehmen! Die Thüga ist ein Unternehmen mit 15 Milliarden Euro Jahresumsatz, 20.000 Mitarbeitern und bietet ein breites Portfolio, das ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert.

Die Thüga konnte in der Vergangenheit regelmäßig solide Gewinne erwirtschaften, die der Mutter E.ON zuflossen. Mit einer Beteiligung haben wir einen Fuß in der Thüga und können erreichen, dass dieses Geld in Zukunft zurück zu den Bürgern und in eine ökologische Energiewirtschaft fließt.

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Michael Sladek (Mitte) im Gespräch mit Hermann Scheer im Büro des Bundes der Energieverbraucher.

Persönliches Schreiben von Michael Sladek:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie gerne über die Aktion "Energie in Bürgerhand" informieren, zum "Mitmachen" begeistern und Sie herzlich zu unserem Aktionstag am 10./11. Juli nach Freiburg einladen.

Über eine bundesweite bürgerschaftliche Beteiligung an Strom – und Gasnetzen, besteht im Moment die einmalige Chance, eine ökologische, moderne Energieversorgung bundesweit aufzubauen und mitzugestalten. Ausgelöst wurde diese Aktion durch unseren Film "Das Schönauer Gefühl", der vor einigen Wochen in der Katholischen Akademie gezeigt wurde. Menschen aus der Region Freiburg beschlossen darauf spontan: wir wollen - wie es die Schönauer vor einigen Jahren gemacht haben - Stromnetze kaufen.

Hintergrund:

E.on muß die Thüga, in der sie Beteiligungen an über 90 Stadtwerken gebündelt hat, aus Kartellrechtsgründen verkaufen; knapp 4 Milliarden Euro soll sie kosten.

Einige Städte, an denen die Thüga beteiligt ist, möchten nun selbst Anteile der Thüga kaufen. Dabei wird es – so sieht es heute aus – ein gemeinsames Konsortium von 3 unterschiedlichen Gruppierungen geben, die gemeinsam die Thüga von E.on abkaufen wollen.

  1. INTEGRA: Nürnberg, Frankfurt und Hannover jeweils 15 % d.h. insgesamt 45 %
  2. KOM9: unter Federführung der badenova 15- 25 %
  3. *Bürgerschaftliches Kapital: *Wir wollen einen möglichst großen Anteil von den übrigen 30 % bei der Thüga kaufen und damit den "Energiekonzern in Bürgerhand" aufbauen.

Dies würde bedeuten:

  • die "Ökologisierung" der Thüga voranzutreiben,
  • die Position der Kommunen zu stärken,
  • eine sehr solide Geldanlage.

Letztes Jahr hat die Thüga einen Gewinn von über 11 % erzielt; dies wird natürlich in den nächsten Jahren nicht immer der Fall sein; in den letzten Jahren lag der Gewinn immer zwischen 7 – 9 %.

Also: eine solide Anlage mit "Vorsorgecharakter"

Wir erreichen damit 3 Dinge:

  1. Ökologische Grundsätze werden verstärkt in das Unternehmen Thüga eingebracht.
  2. Der Umbau der Energieversorgungsstruktur in zukunftsfähige dezentrale Einheiten wird von der Basis durch die vielen engagierten "Mitstreiter" in den "Thügagemeinden" vorangetrieben.
  3. Das Geld fließt in die Region zurück: "lokale Wertschöpfung"

Energiepolitik wird dann nicht mehr von oben verordnet, sondern wir haben die einmalige Chance von unten her einen ökologischen Energiekonzern aufzubauen.

Also: "Wir stellen alles auf den Kopf!" – so der Titel unseres beiliegenden Flyers.

Da die Zeit drängt - im Sommer/Herbst 2009 will E.on verkaufen – mussten wir schnell unserer Idee Taten folgen lassen.

1.) *Treuhandkonto*

Wir haben sofort damit begonnen Geld einzusammeln und zwar auf einem Treuhandkonto. (Vertrag liegt bei). D.h. man kann sich sofort beteiligen und zahlt sein Geld auf ein Konto unseres Treuhänders, Rechtsanwalt Friedhelm von Spiessen, Freiburg, ein. Dieses Geld steht ausschließlich zum Kauf von Thügaanteilen bereit; wenn uns unser Vorhaben nicht gelingen sollte, wird das Geld den Anlegern mit den aufgelaufenen Zinsen wieder zurück überwiesen.

Sie können auch zunächst einen kleineren Betrag überweisen (der Festgeldzins ist ja z.Zt. nicht so berauschend) und können dann, wenn es zum Kauf kommt, Ihren Anteil erhöhen. Denn dann sind ja die zu erwartenden Ausschüttungen höher als die Fest-geldzinsen. < Wenn man für eine größere Beteiligung einen Bankkredit aufnehmen muß, dann werden die Ausschüttungen i.d.R. höher sein, als die Kreditzinsen!>.

2.) *Energie in Bürgerhand Genossenschaft* in Gründung

Diese Genossenschaft wurde von 20 Mitmenschen am Gründonnerstag gegründet. Sie wird die Kaufverhandlungen mit E.on führen und wird dann, wenn es zum Kauf von Thügaanteilen kommt, das Geld auf den Treuhandkonten in Genossenschaftsanteile umwandeln. Geschäftsführer der Genossenschaft sind: Dr. Burghard Flieger und Eckhard Troeger. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde ich gewählt.

Ich bin überzeugt, dass wir ein solides Konzept erarbeitet haben, mit dem wir um Ihr Vertrauen und Ihre Beteiligung werben.

Ich selbst, alle meine Familienmitglieder (meine Frau, meine 5 Kinder mit Partnern und meine 5 Enkel) und natürlich die Elektrizitätswerke Schönau – EWS – sind dabei und haben sich schon beteiligt. Ein guter Start: denn die ersten 2 Millionen sind schon da !

Es wäre toll, wenn auch Sie "mitmachen" würden. Wenn Sie mehr Flyer für Freunde, Bekannte und Verwandte benötigen, sagen Sie einfach Bescheid!

Es ist ganz einfach:

Im Flyer liegt unser Beteiligungsvertrag - den Betrag, die Erhöhung und Ihre Daten eintragen und an Energie in Bürgerhand (EiB), Merzhauserstraße 177, 79100 Freiburg schicken

– und schon sind Sie dabei!

Wenn Sie Fragen an mich persönlich haben, schicken Sie mir ein Mail an m.sladek@ews-schoenau.de oder rufen Sie mich an unter Telefon 07673 8885 - 25.

Wir freuen uns auf Sie!

Liebe Grüße

Dr. Michael Sladek
Mitarbeiter der EWS

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