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In der Krise: Pumpspeicherwerke

Pumpspeicherwerke

(4. November 2017) Pumpspeicherwerke lassen sich derzeit kaum noch wirtschaftlich betreiben. Die Betreiber kündigen Entlassungen an. Vor Jahren konnte man Überschussstrom in der Nacht günstig kaufen und tagsüber wieder mit Gewinn verkaufen.

Aber nun kommt zu mittäglichen Spitzenlastzeiten oft Solarstrom günstig ins Netz und verdirbt das Geschäft. Auch ist der preisliche Abstand zwischen Grundlast- und Spitzenlaststrom erheblich zurückgegangen. Davon ließ sich früher gut leben.

899 Staumauer mit Blick auf den Stausee  / Foto: pixabay.com/Powie

Der Bau neuer Speicherkraftwerke ist zurückgestellt worden. Benachteiligt fühlen sich die Speicherkraftwerksbetreiber durch die Gesetzeslage. Die sieht die Speicherkraftwerke als Letztverbraucher und verlangt von ihnen die Zahlung von Netzentgelten.

Für die Energiewende sind Speicher aber wichtig, um die fluktuierende Einspeisung zu glätten und um in Zeiten schwachen Angebots auszugleichen.

Eine Alternative könnten auch bestehende Pumpspeicherkraftwerke im Ausland darstellen: Zwischen Deutschland und Norwegen wurde im August mit dem Bau der Nordlink-Trasse begonnen, die von 2019 an bis zu 1.400 Megawatt norwegischer Speicherleistung an Deutschland anbinden soll.