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Tipp 22: Waschgewohnheiten verbessern

Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern sind 5 Maschinen pro Woche normal. Viele Familien waschen aber wesentlich mehr Wäsche. Nicht etwa. weil sie schmutziger wären als Andere, sondern aus Gewohnheit.

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Oft werden Maschinen nur halb befüllt, oder es wird Kleidung gewaschen, die kaum schmutzig ist. Wer seine Waschgewohnheiten normalisiert, spart dadurch auch Wasserkosten und Strom beim eventuell vorhandenen Trockner. Es lohnt sich also dreifach. Dieser Tipp spart 60 Euro pro Jahr!

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Die genannte Einsparung errechnet sich übrigens folgendermaßen: Wenn man seinen Wäscheanfall seiner 40-Grad-Maschinen von fünf auf drei Maschinen je Woche verringert und die 60-Grad-Wäschen von 3 auf 2 drosselt, bringt das bei einem Strompreis von 30 Cent jedes Jahr 37 Euro [ (5-3) Masch. pro Woche x 0,7 kWh pro Masch. + (3-2) Masch. pro Woche x 1,0 kWh pro Masch. ] x 52 Wochen pro Jahr x 0,30 Euro pro kWh.

An Wasserkosten spart man bei einem Wasserpreis 5 Euro je Kubikmeter und einem Verbrauch von 50 Litern je Waschgang noch zusätzlich 38 Euro pro Jahr. ( 5 - 3 + 3 - 2 ) Masch. pro Woche x 52 Wochen pro Jahr x 50 Liter pro Masch. x 0,001 m³ je Liter x 5 Euro je m³.

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Deutschland im Wäschefieber

Stellen Sie sich vor: Ein Waschmaschinen-Monteur bittet nach bestimmten Reparaturen um Rückmeldung, nachdem drei Maschinen gewaschen wurden. Manche Kunden geben noch am selben Abend Bescheid, andere erst nach einem Monat.

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Die Trage- und Wechselgewohnheiten sind von Person zu Person höchst unterschiedlich -mit größtem Einfluss auf den Energieverbrauch beim Waschen. Natürlich ist es gut, dass heute Wäsche waschen herrlich bequem ist. Es hat es aber auch zu einer Vervielfachung unseres Wäscheaufkommens geführt.

"Einen feinen Herrn erkennt man nicht daran, dass er alle zwei Wochen ein frisches Hemd trägt, sondern an seiner Gesinnung." Dieser Spruch aus alten Zeiten zeigt, wie sich die Reinlichkeitsvorstellungen änderten -heute kaum noch nachvollziehbar. Viele haben längst vergessen, dass man Wäsche lüften kann. Der Trend geht dahin, das alles möglichst gleich in der Maschine verschwindet. Das nutzt vor allem den Waschmittel- und Geräteherstellern. Neue Mini- und Auffrisch-Programme legen nahe, man könne sich am Tag ruhig mehrmals umziehen…

Bringen Sie Ihren Kindern beizeiten bei, dass eine saubere Hose wieder zusammenlegt wird und in den Schrank zurückkommt. Sonst bleibt Ihr Stromverbrauch trotz supermoderner Sparmaschine hoffnungslos verschwenderisch.

Fassungsvermögen nutzen

Im Haushalt sollte man das Waschen mit teilbeladener Maschine möglichst vermeiden. Zwar passen die neueren Maschinen die Wassermenge an die Wäschemenge an. Doch auch dann verbraucht eine große halbleere Waschmaschine pro Kilogramm deutlich mehr Strom als eine kleine, aber volle Maschine. Das 1/2-Sparprogramm sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden, denn es senkt den Energie- und Wasserverbrauch nur um rund ein Drittel und nicht, wie häufig angenommen, um die Hälfte.

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